Die Zukunft der deutschen Landwirtschaft im Blick

Tagung : Die Zukunft der Landwirtschaft im Blick

Wie sieht die Zukunft der Winzer und Landwirte im Landkreis aus? Welche Probleme sind zu erwarten, wie verlief das vergangene Jahr? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der traditionellen Dreikönigstagung des Kreisbauern- und Winzerverbandes Bernkastel-Wittlich, die in diesem Jahr am Montag, 7. Januar, um 10 Uhr im Pfarr- und Jugendheim St. Bernard beginnt.

Manfred Kern, Biologe, und Zukunftsforscher und Geschäftsführer der Beratungsfirma Agriexcellence in Lörzweiler, Landkreis Mainz-Bingen, wird das Hauptreferat mit dem Titel „Deutschland ohne Landwirtschaft – ist das möglich?“ halten. Wie der Verband mitteilt, zeigt eine Emnid-Umfrage vom März 2017, dass für fast jeden zweiten Bundesbürger der Beruf des Landwirts in Zukunft für die Gesellschaft besonders wichtig wird. Angeführt werde diese Liste demnach von der Ärzteschaft, auf Platz drei liegen Polizisten und Lehrer. 87 Prozent der Befragten sehen in einer funktionsfähigen Landwirtschaft einen wesentlichen Bestandteil für die Lebensqualität und die Lebensfähigkeit des Landes. Insgesamt ergebe das ein positives Bild. Aber, so der Vorstand des Verbands: Im subjektiven Soll-Ist-Vergleich stelle sich heraus, dass die Landwirte die Anforderungen der Gesellschaft nicht erfüllen. Auch die Akzeptanz der modernen Landwirtschaft falle mit 61 Prozent geringer aus. Deshalb stehe die Frage im Raum: „Ist die aktuelle Landwirtschaft in Deutschland noch gewollt, und wird sie überhaupt noch gebraucht?“ Mit diesem Thema wird sich Kern beschäftigen. Kern hat in der chemischen Pflanzenschutzindustrie für verschiedene Hersteller gearbeitet. Die Grußworte werden Michael Horper, Präsident des Bauern- und Winzerverbandes Rheinland-Nassau und Alexander Licht, Erster Beigeordneter des Landkreises, sprechen. Manfred Zelder, Kreisvorsitzender des Bauern- und Winzerverbandes, wird die Tagung eröffnen.

 Der TV wird über diese öffentliche Veranstaltung berichten.

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