Meinung : Das ist kein großer Wurf

Die Region Trier bleibt beim Bahnverkehr seit Jahrzehnten auf der Strecke. Es ist also erstmal erfreulich, dass die Bahn nun 40 Millionen investiert und neue Stationen schaffen will. Wurden doch in der Vergangenheit eher Haltestellen abgebaut.

Ein großer Wurf Richtung Verkehrswende wird die „Stationsoffensive“ aber wohl nicht werden. Es ist zwar schön und gut für die Traben-Trarbacher, dass sie einen zusätzlichen Haltepunkt kriegen. Und auch ein Bahnhof für Altrich ist überfällig, liegt der Ort doch direkt an den Gleisen.

Wer die Menschen aber wirklich zum Umsteigen vom Auto auf den Zug bewegen will, muss richtig Geld in die Hand nehmen. Und auch neue Schienen verlegen und alte Strecken reaktivieren. Da reicht es nicht, erst 2027 ein paar neue Haltestellen an bestehenden Gleisen zu schaffen. Dann müssen neue Routen erschlossen werden.

Anfangen könnte die Bahn schon mal mit der Kreisstadt Bitburg, die einen eigenen Bahnhof in der Innenstadt dringend nötig hätte. Die Schienen liegen sogar noch, werden derzeit aber nur genutzt um Transformatoren zu transportieren. Eine Reaktivierung wäre ein echter Meilenstein. Stattdessen wagt man sich aber nur mit Trippelschritten in die richtige Richtung. Die Frage ist dann, ob man jemals dort ankommt, wo man hinwill.

c.altmayer@volksfreund.de