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Newsletter: Hier gibt es das tägliche Update zum Kampf gegen das Coronavirus (Teil 8)

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In seinem kostenfreien Newsletter fasst Volksfreund-Chefredakteur Thomas Roth täglich die wichtigsten Nachrichten des Tages zum Thema Corona zusammen. Hier können Sie sich für den Newsletter anmelden.

Liebe Leserin, lieber Leser!

Am Montagabend gab es bei uns eine Telefonaktion – Leserinnen und Leser konnten vier Experten Fragen zum Coronavirus stellen. Selten war eine Aktion so gefragt, die Telefone standen nicht mehr still. Und es gab viele Antworten: Etwa, ob die Großeltern überhaupt noch besucht werden können. Antwort der Experten: Natürlich ist aus wichtigen Gründen ein Treffen möglich. Dennoch sollte auf Abstand und Hygiene geachtet werden. Überhaupt raten die Experten zur Vorsicht und dazu, aufmerksam zu sein: So sei zwar etwa keine einzige Infektion bekannt, bei der das Virus über Gegenstände übertragen worden sei. Dennoch sei Händewaschen oder das Waschen von Obst vor dem Verzehr immer sinnvoll. Mit Blick auf Hundehalter sehen sie das Risiko einer Übertragung beim Schwätzchen mit dem anderen Hundebesitzer, nicht bei einem Kontakt mit anderen Tieren. Auch hier gibt es bisher keine einzige bekannte Übertragung. Alle Fragen und Antworten gibt es hier.

Lassen Sie mich offen sein. Vielleicht sollten wir derzeit mit Blick auf die Situation bei uns etwas gelassener sein. Ja, Abstand halten ist wichtig und richtig. Aber: Nein, wir werden uns nicht anstecken, wenn jemand schnell an uns vorbeiläuft und zehn Zentimeter näher an uns läuft als gedacht. Und wir müssen keine Panik haben, wenn uns Menschen im Vorbeilaufen etwa immer noch grüßen.

Bei den Zahlen gibt es zurzeit riesige Verwirrungen. Die offiziellen Angaben des Robert Koch-Institus für Deutschland hinken anderen etwa oft um fast einen Tag hinterher. So werden munter Zahlen miteinander verglichen, die zu unterschiedlichen Zeiten entstanden sind. Wir müssen uns damit abfinden: Es wird noch einige Tage dauern, bis es etwa belastbare Aussagen gibt, ob das Kontaktverbot und die anderen Maßnahmen, etwa die Schließung vieler Geschäfte, wirken.

Dennoch: In unserer Region gibt es derzeit zumindest keinen Grund, schwarz zu malen. Dies sind die tatsächlich erfreulichen Zahlen (Stand 18 Uhr): Es gibt in der Region Trier 191 bekannte Fälle (Trier: 26, Kreis Bernkastel-Wittlich: 32, Eifelkreis Bitburg-Prüm: 61, Kreis Trier-Saarburg: 40, Vulkaneifelkreis: 32). Von diesen 191 Fällen können wir sechs abziehen, denn diese Personen gelten als geheilt und virenfrei, es bleiben also 185 Menschen in Quarantäne oder klinischer Behandlung. Insgesamt gibt es damit sechs solcher Fälle mehr als gestern. Wir werden in den nächsten Tagen im Blick behalten, ob es weiter bei diesem sehr geringen Anstieg bleibt. Noch kurz ein weiterer Blick: In Luxemburg gibt es 1333 bekannte Fälle, im Saarland sind es 440. Die aktuellen Nachrichten finden Sie übrigens immer hier in unserem Live-Blog.

Haben Sie Angst, sich angesteckt zu haben? Wie in jedem Newsletter, empfehle ich Ihnen dann unseren Artikel, in dem beschrieben wird, wer getestet werden sollte und wohin Sie sich wenden können.

Vielleicht wundern Sie sich, warum ich heute so oft das Wort Gelassenheit verwende. Vielleicht steckt dahinter eine Geschichte aus unserer Rubrik „Mutmacher“. Meine Kollegin Inge Kreutz hat mit Regina König gesprochen, die bereits öfter in Quarantäne leben musste. Zwei Organtransplantationen, eine Herz-Operation, ein Krebsleiden und eine schwere Lungenerkrankung – all dies hat die Triererin überstanden. Und sie hat gelernt, dabei an das Positive zu denken. Derzeit unterstützt sie mit Durchhaltekeksen und Nachrichten Menschen, die unter der Einsamkeit leiden. Und sie lässt Klagen nicht gelten: „Wir müssen häuslich sein, das ja. Aber wir können die Tür öffnen, wir können auf den Balkon gehen, wir können telefonieren und chatten.“ Diese und andere Geschichten über tolle Hilfsaktionen finden Sie in unserem Dossier unter volksfreund.de/Mutmacher

Wenn Sie Anregungen oder tolle Ideen haben, über die wir berichten sollten, mailen Sie uns gerne an trier@volksfreund.de (für Trier und Trier-Saarburg), an eifel@volksfreund.de (für den Eifelkreis Bitburg-Prüm und die Vulkaneifel) oder an mosel@volksfreund.de (für den Kreis Bernkastel-Wittlich).

Und falls Sie oder ihre Kinder und Enkelkinder etwas Abwechslung brauchen: Hier finden Sie Ausmalbilder, die uns der Trierer Zeichner und Cartoonist Johannes Kolz zur Verfügung gestellt hat.

Ich wünsche Ihnen einen schönen Abend. Falls Sie erst heute dazu kommen: Die ersten sieben Teile des Coronavirus-Newsletters gibt es auf volksfreund.de zum Nachlesen. Anmeldungen zum Mail-Newsletter sind hier möglich.

Herzlichst, Ihr Thomas Roth

Haben Sie Anregungen, Kritik, Wünsche? Dann melden Sie sich gerne bei mir unter t.roth@volksfreund.de