Politik: Vorerst bleiben die Stämme stehen

Politik : Vorerst bleiben die Stämme stehen

In Trierweiler gibt es noch keine Lösung für die Verkehrssicherungspflicht bei Bäumen.

Die Bäume im Wochenendhausgebiet beschäftigen die Verantwortlichen in Trierweiler weiter. Bei der jüngsten Sitzung des Ortsgemeinderats ging es beim Thema Forstwirtschaftsplan darum, was mit den Bäumen geschehen soll, die den Bau eines Ferienhauses verhindern (der TV berichtete). Denn sie stehen nach Ansicht der Forstverwaltung zu nah am geplanten Bau. Eigentlich wollte Ortsbürgermeister Matthias Daleiden die umstrittenen Bäume fällen lassen. Doch da hat sein Ortsgemeinderat nicht mitgespielt.

Das Problem in Trierweiler und in anderen Orten: Wer kontrolliert, ob Bäume noch standsicher  sind. Laut Ortsbürgermeister Daleiden würde  der zuständige Förster im Rahmen seiner Kontrollpflicht  einmal im Jahr die Bäume auf öffentlichen Straßen, Bebauungen am Waldrand, Erholungseinrichtungen und Waldparkplätzen kontrollieren und dies auch dokumentieren. Es sei jedoch weiter unklar, ob die Ortsgemeinde dadurch von ihrer Verkehrssicherungspflicht befreit sei.

Dies wird derzeit von der Forstverwaltung geklärt. „Ich habe in der Sitzung deutlich gemacht, dass ich für den Fall, dass nicht präjudizierend festgestellt werden kann, dass die Gemeinde durch Maßnahmen des Forstes von ihrer besonderen Verkehrssicherungspflicht befreit ist, auf der Rodung des Waldes bestehen werde.“ Dies müsse der Gemeinderat dann auch so sehen, um nicht selbst anstelle des Ortsbürgermeisters in die Pflicht genommen zu werden.

Ebenfalls nicht wie ursprünglich geplant ist die Sitzung beim Thema absolutes Halteverbot im Ortsteil Fusenich gelaufen. Diese soll die Sicherheit für Fußgänger erhöhen, da immer wieder der Bürgersteig von Fahrzeugen mitbenutzt wird. Laut Sitzungsvorlage sollte in der Igeler Straße  ein Halteverbot auf der einen Straßenseite und Parkbuchten auf der anderen Seite eingerichtet werden.

Ein Anlieger hatte unter anderem eine Unterschriftenliste gegen das Halteverbot vorgelegt. Das Thema ist vertagt worden. Nun sollen sich laut Ortsbürgermeister Daleiden „alle Beteiligten nochmals an einen Tisch setzen und dem Gemeinderat einen Vorschlag unterbreiten, der mehrheitsfähig ist“.

Welche Lösung später umgesetzt wird, entscheidet später das für den ruhenden Verkehr zuständige Ordnungsamt der Verbandsgemeinde Trier-Land.

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