Bei der Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein kommt es zu einer Stichwahl zwischen Schneider und Bongartz

Kommunalwahl : Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein: Stichwahl zwischen Schneider und Bongartz

Bei der Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein erreichen SPD-Mann Uwe Schneider (33,2 Prozent) und CDU-Amtsinhaber Friedhelm Bongartz (28,1 Prozent) die Stichwahl. Die beiden parteilosen Bewerber Gerlinde Blaumeiser (20,3 Prozent) und Bernd May (18,5 Prozent) haben das Nachsehen. Die Wahlbeteiligung lag bei 53,8 Prozent.

Die Entscheidung bei der spannendsten Wahl im Vulkaneifelkreis – der Stadtbürgermeisterwahl in Gerolstein, wo vier Kandidaten angetreten waren – wurde vertagt. Um 20.15 Uhr stand fest: Wer die nächsten fünf Jahre als Stadtbürgermeister die Geschicke der Brunnenstadt lenken wird, muss in einer Stichwahl in drei Wochen entschieden werden: zwischen SPD-Herausforderer Uwe Schneider und  CDU-Amtsinhaber Friedhelm Bongartz. Die Wahlbeteiligung lag bei  53,8 Prozent. Schneider hat mit  33,2 Prozent oder 1034 Einzelstimmen das beste Ergebnis eingefahren, Bongartz rettete sich mit 28,1 Prozent (874 Stimmen) in die Stichwahl. Raus aus dem Rennen sind die beiden parteilosen Bewerber Gerlinde Blaumeiser (20,3 Prozent) und Bernd May (18,5 Prozent).

Im Gerolsteiner Rathaus, wo die Einzelresultate aus den Wahllokalen per Beamer auf eine Leinwand geworfen wurden und sich die Kandidaten sowie etliche Vertreter der Parteien nach und nach eingefunden hatten,  sagte ein sichtlich gut gelaunter Wahlgewinner Uwe Schneider: „Ich bin wirklich erfreut und auch stolz auf mein Ergebnis.“ Nachdem er im Wahlkampf angekündigt hatte, sich sofort im ersten Wahldurchgang durchsetzen zu wollen, was ja nicht geklappt hat, meinte er nun: „Dann eben im zweiten Durchgang.“ Er werden aber weiterhin einen fairen Wahlkampf führen, kündigte er an.

Amtsinhaber Friedhelm Bongartz meinte: „Ich habe mit dieser Stichwahl gerechnet. Ich bin aber auch ein wenig enttäuscht, dass ich nicht das stärkste Ergebnis im ersten Durchgang erzielt habe.“ Und wie wird sein Wahlkampf in den nächsten drei Wochen aussehen? „Ich werde vor allem meiner Arbeit nachgehen.“ Daneben wolle er noch ein wenig Wahlkampf betreiben, „aber im Rahmen und weiterhin fair“, betonte der Amtsinhaber.

Die Enttäuschung bei den beiden Wahlverlierern hielt sich in Grenzen. So sagte Gerlinde Blaumeiser: „Ich bin zufrieden, weil ich besonders in der Kernstadt gute Ergebnisse erzielt habe. Außerdem hatte ich viele tolle Begegnungen und werde mich nun eben als Stadtratsmitglied für Gerolstein einsetzen.“ Bernd May meinte: „Ich akzeptiere dieses Ergebnis und habe insgeheim auch damit gerechnet, denn die Bewerber mit Parteien im Rücken haben einfach ganz andere Möglichkeiten. Es war auf jeden Fall die richtige Entscheidung anzutreten.“

Hier eine Chronologie des Wahlabends im Gerolsteiner Rathaus:

18 Uhr: Die Frist zur Stimmabgabe ist beendet. Im Wahllokal im Rathaus Gerolstein, wo zudem alle Fäden für die große VG Gerolstein zusammenlaufen, beginnt auch die Auszählung für die Stadtbürgermeisterwahl.

18.10 Uhr: Im Sitzungssaal treffen Interessierte sowie nach und nach  auch die vier Kandidaten ein: Amtsinhaber Friedhelm Bongartz (CDU), Uwe Schneider (SPD), Bernd May (parteilos) und Gerlinde Blaumeiser (parteilos).

19.02 Uhr: Nach drei von 13 Wahlbezirken liegt Friedhelm Bongartz (CDU) weit vorne. Auf Platz 2 liegt Uwe Schneider von der SPD.

19.18 Uhr: Trendwende nach fünf von 13 Wahlbezirken: SPD-Herausforderer Uwe Schneider überflügelt den Amtsinhaber, nachdem zwei große Wahlbezirke in der Kernstadt Gerolstein ausgezählt wurden. So wird es bleiben.

20.15 Uhr: Rathauschef Hans Peter Böffgen verkündet das vorläufige Endergebnis und gratuliert Schneider und Bongartz zum Erreichen der Stichwahl am 16. Juni.

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