Edith Löhr-Hoffmann will Ortsbürgermeisterin von Dreis-Brück werden

Kommunalwahl : Eine Kümmererin als Bürgermeisterkandidatin

Bereits seit vielen Jahren engagiert sich Edith Löhr-Hoffmann ehrenamtlich für Dreis-Brück, als Dorfberaterin und als Gemeinderatsmitglied. Nun tritt sie bei der Kommunalwahl als einzige Bewerberin für das Bürgermeisteramt an.

(ako) Seit langem wird für mehr Frauen in der Kommunalpolitik geworben, denn gerade da mangelt es häufig an ihrer Beteiligung. „Aber das ist nicht der Grund, warum ich mich jetzt um das Bürgermeisteramt bewerbe“, verrät die verheiratete 51-jährige Hauswirtschaftsmeisterin.

Im Berufsleben bekocht sie die Kinder in der Kindertagesstätte Dockweiler vor allem mit saisonalen und regionalen Gerichten und vermittelt ihnen mit Begeisterung, was gesunde Ernährung ist. „Ich habe auch lange überlegt, ob ich kandidieren soll. Doch ich fühle mich verantwortlich für das Gemeinwesen hier und möchte mithelfen, es zukunftsfähig zu machen.“ Ihre feste Überzeugung ist es, dass man eine Verantwortung hat, die Dinge zum Wohle aller zu gestalten und die Potenziale zu heben, die es im Dorf gibt.

Da sieht sie vor allem das vielfältige Vereinsleben, die gute Kommunikation, den Zusammenhalt zwischen den Generationen, die jungen Familien mit Bedarf an Bauland und wohnortnahen Arbeitsplätzen, aber auch die Sehnsucht vieler, dank eines A1-Lückenschlusses endlich mehr Ruhe in den beiden verkehrsgeplagten Ortsteilen zu haben.

„Mich zu engagieren ist für mich eine echte Herzensangelegenheit, ich tue das nicht als Pflicht“, sagt Edith Löhr-Hoffmann. Denn sie ist ausgebildete Dorfberaterin, geschult in themenzentrierter Interaktion, sie ist beim WEGE-Prozess der Verbandsgemeinde Daun aktiv und beim Verein „Bürger für Bürger“.

Überall ist es ihr erklärtes Ziel, den Zusammenhalt und die Lebensqualität auf dem Land zu stärken. „Dafür muss man halt anpacken, und zwar mit gesundem Menschenverstand“, meint sie.

Die nüchterne Ratsarbeit schreckt sie nicht, damit hat sie in der Doppelgemeinde Dreis-Brück bereits viele Jahre Erfahrung, darüber hinaus ist sie nun zum ersten Mal auf der Liste der Freien Wähler für die Verbandsgemeinderatswahl. „Natürlich hat man in der Kommunalpolitik viel mit Verordnungen zu tun, aber man weiß ja, dass es Sinn macht. Und darum macht es auch Spaß.“

Die Zusammenarbeit mit ihren ausschließlich männlichen Gemeinderatskollegen sei sehr gut, ein Gegeneinander erlebt sie nicht. Gemeinschaft ist für sie auch im Privaten wichtig: Sie wird, wie sie sagt, von ihrem Ehemann in ihrem Engagement unterstützt und ist Mutter eines 16-jährigen Sohnes sowie einer 22-jährigen Tochter, tauscht sich gern im Freundeskreis aus, liebt Yoga und Wandern.

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