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Lehrkrankenhaus Daun: Das ist alle Anstrengung Wert

Kommentar : Alle Anstrengung wert

Noch hat sich der Kreis nicht eindeutig und abschließend positioniert, ob und wie er das Bemühen des Krankenhauses Daun, Lehrkrankenhaus für die akademische Mediziner-Ausbildung zu werden, unterstützt.

Doch das sollte er, denn das Vorhaben ist ein vielversprechender Baustein in der wichtigen Zukunftsaufgabe, die medizinische Versorgung im Kreis aufrechtzuerhalten. Denn wer als junger Mediziner gut in Daun ausgebildet wurde und Ausbildungsplatz sowie Region schätzengelernt hat, bleibt vielleicht hier. Wenn er aus der Eifel stammt, ist die Chance umso größer.

Indes: Die bisherigen Signale vonseiten des Kreises sind alle grün. Der Ausschuss hat sich einstimmig für eine Unterstützung ausgesprochen, auf die Höhe (ob ein oder zwei Stipendien finanziert werden) muss sich noch festgelegt werden, letztlich hängt alles vom Votum des Kreistags ab. Fällt das positiv und üppig genug aus, könnte alles ganz schnell gehen, denn die Klinikleitung bemüht sich schon seit Jahren um dieses Prestigeprojekt – und hat inzwischen unterschriftsreife Verträge mit der deutschen Niederlassung der größten medizinischen Universität Rumäniens vorliegen, der Universitätsmedizin Neumarkt am Mieresch Campus Hamburg (UMCH). Aber warum gerade mit dieser Einrichtung?

Ganz einfach: weil die angefragten staatlichen deutschen Unis nicht wollten. Daun wird deswegen aber nicht zum Experimentierfeld: Denn die UMCH hat bereits mit 15 anderen Kliniken in Deutschland derartige Kooperationen abgeschlossen.

m.huebner@volksfreund.de