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Thema Frauenhaus wird im Kreisausschuss weiter vertieft

Gesellschaft : Thema Frauenhaus soll im Kreisausschuss erneut auf die Tagesordnung

Einstimmig hat der Kreistag Vulkaneifel den Antrag der FWG-Fraktion auf Errichtung eines Frauenhauses gutgeheißen – und beschlossen, das Thema im Kreisausschuss weiter zu vertiefen und eine Lösung zu erarbeiten.

Nach Gesprächen mit der Interventionsstelle der Caritas und dem Verein „Frauen in Not“ sei die Idee erwachsen, das Thema nochmals auf die Tagesordnung zu bringen. Denn Bedarf ist offensichtlich da: Im vergangenen Jahr hätten 262 Personen aus der gesamten Eifel-Mosel-Region wegen häuslicher Gewalt Kontakt zur Interventionsstelle aufgenommen, konkrete Zahlen für die Vulkaneifel gibt es nicht.

Im Land gibt es derzeit 17 Frauenhäuser, das 18. werde gerade errichtet. In der Region gibt es nur eine Einrichtung: in Trier.

Astrid Schmitt (SPD) sagte: „Wir unterstützen den Antrag, denn gerade in Corona-Zeiten hat die Gewalt gegen Frauen stark zugenommen, sicher auch bei uns.“

Gordon Schnieder (CDU) plädierte mehr für regionale, als für lokale Lösungen, denn: „Die Anonymität einer solchen Einrichtung ist extrem wichtig. Doch diese ist auf dem Land sehr problematisch.“ Das bestätigen auch die Experten: Wenn ein Täter wüsste, wohin seine Frau geflohen sei, sei es um deren Sicherheit (und die der Beschäftigten) eventuell nicht mehr gut bestellt.

In die gleiche Kerbe schlug auch Marco Weber (FDP). Dietmar Johnen von den Grünen wiederum betonte, noch etwas weiter zu denken: „Wir müssen auch an die Beratung für die Betroffenen denken und diese Stellen stärken.“