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Thiel hätte besser bis zum Ende durchgezogen

Kommentar : Besser bis zum Ende durchgezogen

Der vorzeitige Rücktritt von Noch-Landrat Heinz-Peter Thiel vom Vorsitz der Planungsgemeinsaft der Region Trier ist weder folgerichtig noch verantwortungsvoll, wie es manche Fraktionschefs bewerten, sondern schlichtweg die falsche Entscheidung.

Denn als Vorsitzender des Gremiums, das letztlich über den künftigen Gesteinsabbau im Kreis Vulkaneifel entscheidet, hat er zwar ebenso wie alle anderen Mitglieder nur eine Stimme. Aber in seiner herausragenden Position kann er die Entscheidungsfindung in die für den Kreis richtige Richtung maßgeblich beeinflussen. Und die lautet: Keine neuen Gruben und weitgehender Schutz der einzigartigen Vulkaneifel-Landschaft hier, genügend Abbauflächen durch die bereits genehmigten Areale für die Abbauunternehmer da. Genau für diesen, erst kürzlich auf Kreisebene erzielten Kompromiss hat Thiel in den vergangenen Jahren an vorderster Front erfolgreich gekämpft – seine wohl größte Errungenschaft und eine der wichtigsten politischen Entscheidungen für die Zukunft der Vulkaneifel überhaupt. Er hätte es bis zum Ende durchziehen sollen, diesen nach langen Jahren und zähem Ringen erzielten Kompromiss auch durch das abschließende Votum der Planungsgemeinschaft unter Dach und Fach zu bringen. Letztlich auch für sich selbst: um so mit einem Triumph aus dem Amt scheiden zu können.

m.huebner@volksfreund.de