Bamberg setzt erste Duftmarke - Liga boomt

Bamberg setzt erste Duftmarke - Liga boomt

Die Brose Baskets Bamberg machen da weiter, wo sie in der vergangenen Saison aufgehört haben - mit dem Titelsammeln. Zum Auftakt der 46. Bundesliga-Spielzeit holten sich die Basketballer aus „Freak City“ gleich schon einmal den Champions Cup und setzten damit eine erste Duftmarke.

Bambergs Trainer Chris Fleming wollte den deutlichen 86:66 (42:31)-Erfolg gegen den New Yorker Phantoms Braunschweig zwar nicht „als Maßstab für die Saison“ werten. Doch die Art und Weise, wie der Double-Gewinner der vergangenen beiden Jahre in der heimischen Stechert Arena auftrat, machte eines deutlich - wer in dieser Spielzeit etwas gewinnen will, muss Bamberg schlagen.

„Bamberg hat verdient gewonnen und ist auch Favorit auf die anderen beiden Titel“, machte Braunschweigs Trainer Sebastian Machowski deutlich. Sechs Trophäen nacheinander haben die Bamberger nun in Deutschland gewonnen. Nun gilt es, in der kommenden Runde auch international zu überzeugen. „Wir freuen uns sehr auf die Euroleague und wollen dieses Mal unbedingt die Vorrunde überstehen“, sagte Bambergs umtriebiger Manager Wolfgang Heyder.

Auch um die nationalen Ambitionen machte Heyder keinen Hehl. „Anders als die Konkurrenz bekennen wir uns dazu, dass wir Meister werden wollen.“ Als größter Konkurrent gilt erneut ALBA Berlin, auch wenn der Vize-Meister mit der verpassten Qualifikation für die europäische Königsklasse einen ersten Dämpfer hinnehmen musste. Da mit dem FC Bayern München ein weiteres Zugpferd hinzugestoßen ist und auch Teams wie die EWE Baskets Oldenburg oder die Artland Dragons personell aufgerüstet haben, frohlockte Liga-Präsident Thomas Braumann bei der offiziellen Saisoneröffnung. „Wir werden die beste Saison aller Zeiten haben.“

Ein Garant dafür ist wieder Bamberg. Die Neuzugänge Julius Jenkins, Marcus Slaughter und PJ Tucker fügten sich im ersten Pflichtspiel bereits nahtlos ein, die Abgänge der beiden Stars Kyle Hines und Reyshawn Terry scheint der Titelverteidiger bereits kompensiert zu haben. Heyder nahm den Wechsel von Hines, in der vergangenen Finalserie zum wertvollsten Spieler (MVP) gekürt, zu Olympiakos Piräus mit Humor. „In Griechenland werden dank des deutschen Rettungsschirmes noch ein paar Euro mehr gezahlt.“

Gegen Braunschweig trafen am Samstagabend gleich sechs Bamberger Spieler zweistellig. Am erfolgreichsten war Brian Roberts mit 17 Punkten. Während die Brose Baskets erst am 4. Oktober gegen die BG Göttingen in die neue Saison starten, geht es für den Rest der Liga bereits an diesem Montag los. Eröffnet wird die mit Spannung erwartete Spielzeit mit dem Duell Telekom Baskets Bonn gegen den FC Bayern München.