1. Sport
  2. Basketball

Basketball: Gladiators Trier empfangen am heutigen Samstag Jena zu Spiel zwei - Livestream auf volksfreund.de

Basketball: Gladiators Trier empfangen am heutigen Samstag Jena zu Spiel zwei - Livestream auf volksfreund.de

Nach der Niederlage zum Halbfinalauftakt in Jena haben sich die Gladiators Trier fur Spiel zwei am heutigen Samstagabend (20 Uhr/ Arena Trier, Livestream auf volksfreund.de) einiges vorgenommen. Warum Gladiator Simon Schmitz vor dem Duell ans Boxen denkt und Jenas Trainer Bjorn Harmsen sehr oft in Trier ist, haben beide dem TV berichtet.

Am Morgen nach der deutlichen 47:66-(24:35)-Niederlage bei Science City Jena gibt sich Simon Schmitz trotzig: "Playoffs haben was von einem Boxkampf. Die erste Runde ging an Jena. Am Samstag geht's in Runde zwei, da konnen wir es besser machen", sagt der 26-Jahrige.
Zum Auftakt zeigte Trier am Donnerstagabend zu selten die notige Intensitat in der Verteidigung. In der Offensive fand das Team von Trainer Marco van den Berg zu selten den Weg zum Korb. Die Spieler versuchten es haufig von außen - ohne Erfolg (nur 32 Prozent Wurfquote). "Es war ein gebrauchter Tag", sagt Schmitz am Freitagmorgen.

Halbfinale Nummer zwei beginnt am heutigen Samstagabend um 20 Uhr in der Arena Trier. Der OK54 Bürgerrundfunk überträgt die Partie im Internet. Hier können Sie den Livestream aufrufen:


Knapp 14 Stunden vorher spazierten die letzten der knapp 2700 Fans des Heimteams gerade in Richtung Ausgang der Jenaer Heimspielstatte. Auf einer der mittlerweile menschenleeren Tribunen im Inneren der Halle stand Jenas Trainer Bjorn Harmsen. Die Pressekonferenz hatte er hinter sich, das Jackett hatte er beiseite gelegt. Der geburtige Gottinger sorgte 2007 fur Aufsehen. Damals avancierte er mit 25 Jahren als Cheftrainer von Bundesligist POM Jena zu einem der jungsten Basketball-BundesligaTrainer aller Zeiten.

Harmsen berichtete mit einem Augenzwinkern: "Nachdem wir in dieser Saison im Playoff-Viertelfinale schon gegen Chemnitz gespielt haben - ehemals KarlMarx-Stadt - ist das Duell mit Trier, Marx' Geburtsstadt, fur uns das zweite Karl-Marx-StadtDuell in den Playoffs. Nein, mal im Ernst: Ich bin erleichtert, dass wir Spiel eins gegen Trier fur uns entscheiden konnten, auch wenn das naturlich noch gar nichts heißt."

Harmsen, der mit seinem Team bereits am Freitagmorgen nach Trier gereist ist, hat eine besondere Beziehung zur Großregion: "Ich kenne Trier gut, war schon oft da, denn mein Onkel wohnt in Luxemburg. Wenn ich ihn besuche, fahre ich ofter nach Trier." Auch mit seinen fruheren Clubs (Weißenfels, Gießen, Jena) war er haufig zu Gast an der Mosel. "Ich finde es uberragend, wie sehr die Leute in der Stadt immer zu ihrem Team gehalten haben, auch
nach der Insolvenz im letzten Jahr."

Geht es nach Triers Aufbauspieler Simon Schmitz, dann erwartet die Thuringer ein heißer Tanz an der Mosel: "Wir haben uns schon in der Kabine geschworen, in Spiel zwei anders aufzutreten - mit viel mehr Intensitat." Auch Triers Trainer Marco van den Berg verspricht: "Die Jungs werden aus ihren Fehlern lernen. Wir werden ein anderes Gesicht zeigen." Ziel musse es sein, von Beginn an konzentrierter zu spielen, besser zu rebounden und mehr Freiwurfe zu forcieren. "Es ist noch alles drin, denn wir stehen immer wieder auf", betont der Niederlander.



Extra

Ministerprasidentin und Basketball-Fan Malu Dreyer im TV-Interview:Den Krimi im Playoff-Viertelfinale gegen Kirchheim vor zwei Wochen hat Ministerprasidentin Malu Dreyer in der Arena Trier miterlebt. Warum die 55-Jahrige oft zu Gladiators-Heimspielen kommt und wie sie die Chancen im Halbfinale sieht, hat Dreyer TV-Reporter Marek Fritzen erzahlt.

Frau Dreyer, Sie haben das spannende Viertelfinalduell zwischen Trier und Kirchheim am 10. April live in der Arena miterlebt - inwiefern hat es Sie uberrascht, dass sich Trier gegen den Favoriten aus Kirchheim durchsetzen konnte und am Ende nach drei Siegen ins Halbfinale eingezogen ist?
Malu Dreyer: Das Spiel war ein wirklicher Krimi. Ich wusste, dass die Gladiators bereits im ersten Viertelfinalspiel eine sehr gute Performance an den Tag gelegt hatten. Aber beim Heimspiel wurde es sehr knapp. Es war wirklich aufregend zu sehen, wie hart die Mannschaft gekampft hat und am Ende belohnt wurde. Wir haben richtig mitgefiebert. Beeindruckend war auch, dass so viele Fans in die Arena gekommen sind. Das bringt naturlich Unterstutzung.

Sie sind ofter bei Spielen der Gladiators Trier in der Arena Trier zu Gast - woher kommt Ihre Faszination fur die Sportart und den Verein?
Dreyer: Schon zu TBB-Zeiten war ich immer sehr gerne in der Arena zu Gast. Das liegt vor allem an dem tollen Sport und der wunderbaren Atmosphare. Sie ist besonders. Fans und Mannschaft gehen so herzlich miteinander um. Auch wenn es mal schlecht lauft, hort man keinen Arger. Die Fans stehen zur Mannschaft und treiben sie im

mer wieder nach vorne. Es ist schon, dass sich diese Stimmung erhalten hat. Das tragt das Team durch die Playoffs und wer weiß, vielleicht ist ja auch mehr drin.

Wie bewerten Sie es, dass es der Club unmittelbar nach der Insolvenz der TBB Trier im Jahr 2015 und dem daraus resultierenden Abstieg geschafft hat, ins PlayoffHalbfinale einzuziehen?
Dreyer: Es ist großartig. Nach so einer harten Zeit wieder so stark zu spielen zeigt noch einmal deutlich den Ehrgeiz und Kampfeswillen der Mannschaft und die tolle Einstellung jedes einzelnen Spielers.


Was trauen Sie den Gladiators Trier nun im Halbfinale gegen Science City Jena zu?
Dreyer: Ich traue ihnen alles zu und drucke den Gladiators naturlich fest die Daumen. mfr