| 21:53 Uhr

Basketball
Gladiators Trier feiern dritten Sieg in Serie

Robert Nortmann
Robert Nortmann FOTO: Willy Speicher
Trier. Basketball-Zweitligist Römerstrom Gladiators Trier hat sein Vorweihnachts-Heimspiel gegen den Tabellenletzten Baunach Young Pikes verdient mit 85:60 (47:27) gewonnen und somit den dritten Sieg in Serie eingefahren. Von Marek Fritzen
Marek Fritzen

Spätestens als 40 Sekunden vor Ende des dritten Viertels der Knoten bei Kapitän Simon Schmitz platzt, er im siebten Versuch endlich seinen ersten Dreier zum 70:43 versenkt, spätestens da ist klar: Das am Samstagmorgen wird ein ziemlich entspannter Einkaufs-Marathon für Marco van den Berg. Sein Team, die Römerstrom Gladiators Trier, gehen mit einem 27-Punkte-Vorsprung ins letzte Viertel gegen den Tabellenletzten Baunach Young Pikes. Da muss schon  ziemlich viel schiefgehen, damit die Trierer den dritten Sieg in Serie tatsächlich noch verschenken. Tun sie nicht, gewinnen am Ende hochverdient mit 85:60 (47:27) gegen die Franken und bescheren ihrem Coach somit einen gut gelaunten Einkauf am Tag vor Heiligabend. Denn wie der Niederländer im Vorfeld des Spiels verraten hatte, muss er sich am Samstag noch auf den Weg in die Stadt machen, um Weihnachtsgeschenke für seine Familie zu besorgen, die am Samstagnachmittag aus Groningen an die Mosel reist.

Vor 1812 Zuschauern ist Trier ist am Freitagabend von Beginn an das bessere Team. Gerade mal vier Sekunden sind gespielt in der Arena, als es Thomas Grün zum ersten Mal krachen lässt. Der Luxemburger klaut Baunachs William McDowell-White den Ball und stopft ihn den Korb der Gäste. Das Team von der Mosel macht das wahr, was Kevin Smit vor der Partie im TV angekündigt hatte: „Wir müssen von Beginn an fokussiert sein.“ Immer wieder erarbeiten sich die Gladiatoren Ballgewinne durch ihre - im Vergleich zu den vergangenen Wochen - deutlich verbesserte Defensivarbeit. Da das Team von Trainer Marco van den Berg in dieser Phase offensiv allerdings noch  zu viele einfache Gelegenheiten daneben legt (Shoutvin, Dranginis), bleiben die Gäste aus Franken im Spiel. Neben dem starken Thomas Grün ist es zudem Center Johannes Joos, der Akzente setzt. Nach einem schwächeren Auftritt beim Sieg in Hamburg in der vergangenen Woche präsentiert sich Joos gegen den Tabellenletzten stark, erzielt allein im ersten Viertel (26:18) 12 Zähler, und sichert sich drei Rebounds.

Bis zur Halbzeit wird’s dann eine klare Angelegenheit: Weil Trier erstens in der Defensive weiterhin mit einer sehr hohen Intensität agiert, immer wieder Ballgewinne verzeichnet. Weil Trier dem Team von Trainer Fabian Villmeter zweitens physisch überlegen ist, und sich zahlreiche Offensiv-Rebounds erarbeitet. Und drittens, weil Trier auch in der Offensive eine gute Leistung zeigt. Während Joos durch sehenswerte Aktionen gegen Baunachs Eddy Edigin überzeugt, erarbeiten sich auch Anton Shoutvin, Stefan Ilzhöfer und Neuzugang Robert Nortmann immer wieder gute Aktionen. Die Ballbewegung kann sich sehen lassen – einzig die Dreierquote ist in der ersten Halbzeit ausbaubar, lediglich einer von zehn Schüssen jenseits der Drei-Punkte-Linie sitzt.

Zwar machen die Gäste nach der Pause nochmal Druck, verkürzen auf 14 Punkte. Doch mit der Einwechslung des starken Thomas Grün, der durch seinen energischen Zug zum Korb und seine kraftvolle Defensivarbeit überzeugt, ist der kurze Lauf des Bamberger Ausbildungsvereins dann beendet. Trier spielt die Partie konzentriert zu Ende. Beachtlich: Neuzugang Robert Nortmann zeigt, dass er neben seinen defensiven Qualitäten auch offensiv was drauf hat. Spielt der Deutsch-Kanadier so weiter, kann er noch zu einem ganz wichtigen Faktor im Trierer Spiel werden.

Am Ende gewinnt das van-den-Berg-Team auch in der Höhe verdient, feiert den dritten Sieg in Serie und geht mit viel Schwung in das nächste Heimspiel am kommenden Mittwoch (27. Dezember) gegen Spitzenreiter Crailsheim Merlins (20 Uhr/Arena Trier).

Punkte Trier: Dranginis 2, Smit 4, Bucknor 9, Hennen 0, Schmikale 4, Schmitz 5, Grün 15, Ilzhöfer 4, Buntic 0, Joos 16, Nortmann 14, Shoutvin 12