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Fußball
Da war es nur noch einer …

Bitterer Abgang: Luca Sasso-Sant, der gestützt werden muss, wird zum Krankenwagen gebracht. Nach derzeitigem Stand hat er sich im Spiel gegen den 
1. FC Kaiserslautern II eine starke Prellung im Achillessehnenbereich des linken Beines zugezogen.
Bitterer Abgang: Luca Sasso-Sant, der gestützt werden muss, wird zum Krankenwagen gebracht. Nach derzeitigem Stand hat er sich im Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II eine starke Prellung im Achillessehnenbereich des linken Beines zugezogen. FOTO: TV / Hans KrŠmer
Trier. Fußball-Oberligist Eintracht Trier gehen die Stürmer aus. Trainer Josef Cinar ist trotzdem nicht angst und bange. Von Mirko Blahak
Mirko Blahak

Wenn am heutigen Montag bei einer MRT-Untersuchung nicht noch eine böse Überraschung folgt, darf Luca Sasso-Sant wohl von Glück im Unglück sprechen. Der Stürmer von Eintracht Trier hat sich einer ersten Diagnose direkt nach dem Spiel gegen den 1. FC Kaiserslautern II zufolge wohl „nur“ eine starke Prellung im Achillessehnenbereich des linken Beins zugezogen.

Auch wenn nichts gerissen ist: Ein Einsatz schon im nächsten Auswärtsspiel des SVE am Freitag in Engers dürfte ausgeschlossen sein.

Da war es nur noch einer. Nach dem Langzeitausfall von Tim Garnier und der nun drohenden Zwangspause von Sasso-Sant steht lediglich noch ein etatmäßiger Stürmer im Aufgebot der Eintracht.

„Ich habe noch ziemliche Schmerzen. Jede Bewegung mit dem Fuß tut weh, ich kann nicht auftreten“, berichtete Sasso-Sant am Samstag. In einem Zweikampf hatte der 21-Jährige vom Lauterer Gegenspieler einen heftigen Schlag abbekommen – sieben Minuten nach seiner Einwechslung war die Partie für Pechvogel Sasso-Sant schon gelaufen. Mit dem Krankenwagen wurde er zur Untersuchung ins Brüderkrankenhaus gefahren.

Sasso-Sant ist erst mal auf Eis gelegt – und bei Garnier ist eine schnelle Rückkehr nicht in Sicht. „Ich habe immer wieder leichte Rückschläge erlitten. Zwischenzeitlich war ich gut im Lauftraining, doch ich musste wieder in Behandlung“, sagte der 20-Jährige, der an den Folgen eines inzwischen verheilten Haarrisses im Lendenwirbelbereich laboriert. Garnier hofft, Ende dieser Woche zumindest mit Einzeltraining wiedereinsteigen zu können. Sein Fernziel ist, topfit ins neue Jahr starten zu können.

Vorerst müssen es also andere richten. Zuallererst Angreifer Brandscheid, der mit elf Treffern die Torschützenliste in der Oberliga anführt. Und sonst? Eintracht-Trainer Josef Cinar wird nach eigener Aussage ob der Stürmer-Not nicht angst und bange: „Wir nehmen die Situation an. Es müssen in dieser Phase andere Spieler nachkommen. Hendrik Thul aus der A-Jugend zum Beispiel hat Talent. Er muss gefördert werden.“

Einem 17-Jährigen darf aber nicht zu viel zugemutet werden. So sind andere Spieler im Kader gefordert, deren Torausbeute bisher hinter den Erwartungen liegt. Etwa Maurice Roth, der erst zweimal getroffen hat.  Oder die Außenspieler Christoph Anton (der lange verletzt war) und Ömer Kahyaoglu (der aktuell angeschlagen ist), die bislang noch gar nicht getroffen haben.

Wie bewerten beide Trainer das Spiel zwischen Eintracht Trier und dem 1. FC Kaiserslautern II? Die Video-Stimmen gibt’s unter fupa.net/rheinland