Super-Serie und Luft nach oben

Super-Serie und Luft nach oben

Vorzeitig ruht in der Bezirksliga der Spielbetrieb. Wegen des Winterwetters rollt der Ball in diesem Jahr nicht mehr. Drei Teams aus dem Spielkreis Mosel ziehen Zwischenbilanz.

Der SV Lüxem, Lau feld und Morbach II machen den Auftakt. Der zweite Teil folgt in der nächsten Woche.

SV Lüxem: Die Serie ist beeindruckend. Der SV Lüxem hat seit 15 Spieltagen nicht verloren und insgesamt die wenigsten Niederlagen kassiert (nur zwei). Dennoch ging der SV nur als Siebter in die Winterpause. Das liegt zum einen an bereits neun Unentschieden, zum anderen an der Ausgeglichenheit an der Spitze. Sechs Punkte trennen die Wittlicher von Tabellenführer Stadtkyll. Trainer Frank Meeth ist nicht unzufrieden mit dem Verlauf: "Wir stehen in der Defensive ziemlich stabil. In der Offensive fehlt uns manchmal der Killer-Instinkt. Wenn wir das ändern, haben wir die Chance, ein paar Plätze gutzumachen."

Titelanwärter sind für Meeth vor allem Krettnach ("Sie haben die beste Offensive") und Stadtkyll. Personelle Änderungen seien beim SVL nicht geplant. Den Club verlassen hat Torhüter Dirk Mittler. Die Vorbereitung auf die Rückrunde beginnt am 11. Januar.

SG Laufeld: Zwischen A-Liga und Bezirksliga liegt mehr als nur eine Klasse Unterschied - davon ist Karl-Heinz Gräfen, Trainer des Aufsteigers SG Laufeld/Niederöfflingen/Wallscheid, überzeugt. Es sei schwierig, in der Liga Fuß zu fassen. Unzufrieden ist der Trainer daher nicht mit den bisher erreichten 19 Punkten. "Es gibt eine Zwei-Klassen-Gesellschaft. Oben gibt es keinen klaren Favoriten, und in der unteren Hälfte kann jeder jeden schlagen." Laufeld will in der Rückrunde an die starken Leistungen wie gegen Großkampen (4:3) oder in Bitburg (1:1) anknüpfen. Gräfen erhofft sich für die Rückrunde mit der Rückkehr von Stürmer Andreas Weins (Knie) mehr Durchschlagskraft in der Offensive. Neu im Kader sein wird Serdar Kayaoglu. Dessen Bruder Ismael spielt bereits bei Laufeld. Die Heimspiele werden im neuen Jahr in Wallscheid ausgetragen.

SV Morbach II: Gemischte Gefühle. So sieht die Zwischenbilanz aus Sicht von Morbachs Trainer Rainer Nalbach aus. Das Positive zuerst: Die Integration der Zugänge aus der eigenen A-Jugend hätte problemlos geklappt. Sein Team hätte auch einige starke Leistungen geboten, etwa gegen Osburg oder auch gegen Stadtkyll ("Aus meiner Sicht das stärkste Team der Liga"). "Aber wir sind so was von launisch. Manchmal fehlt einfach die nötige Anspannung. Aber genau das werden wir brauchen, um in der Liga zu bleiben." Dabei liege es nicht an mangelnder Routine, "wir haben ja gestandene Spieler im Team". Entscheidend werde sein, wie sein Team gegen die vermeinlichen schwächeren Teams auftrete. Am Kader verändern werde sich nichts. Im Gegensatz zu manchem anderen Trainer in der Liga sieht Nalbach die Spieltags-Planung trotz der vielen winterbedingten Ausfälle eher gelassen. "Ich gehe davon aus, dass wir ab März nur noch englische Wochen haben werden. Dann spielen wir eben statt zu trainieren. Wenn das alle Vereine betrifft, ist das nicht so tragisch."

In der kommenden Woche berichten weitere Bezirksliga-Teams über ihre bisherige Saison und ihre Ziele.

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