Handball: Miezen wollen mit Kampf die rote Laterne loswerden

Handball: Miezen wollen mit Kampf die rote Laterne loswerden

Im zweiten Rheinland-Pfalz-Derby innerhalb einer Woche wollen die Trierer Handball-Miezen heute in Mainz ihre Aufholjagd nach dem Erfolg in Koblenz fortsetzen. Ein Sieg beim Vorletzten ist allerdings auch Pflicht.

Mainz/Trier. Ein Sieg - und die Trierer Miezen könnten am heutigen Samstag gleich um zwei Tabellenplätze klettern und die rote Laterne abgeben. Denn die MJC gastiert beim Vorletzten Mainz-Bretzenheim (Anwurf: 19.30 Uhr), der einen Punkt vor den Triererinnen rangiert. Da der Drittletzte Kirchhof (zwei Punkte vor den Miezen) gegen Tabellenführer Neckarsulm spielt, wäre ein Sprung der Lohn. Umgekehrt heißt es aber auch: Verlieren die Miezen eine Woche nach dem 31:25-Erfolg in Koblenz das zweite Rheinland-Pfalz-Derby, können sie fast schon für die 3. Liga planen. Denn selbst im Erfolgsfall beträgt der Abstand auf den rettenden fünftletzten Platz, den Mainz 05 derzeit innehat, immer noch sechs Punkte - reichlich angesichts von dann noch acht ausstehenden Spielen, aber noch machbar. Mit der heutigen Partie in Bretzenheim endet für Trier auch die Serie von vier Auswärtsspielen in Folge - gelingt der zweite Sieg, wäre Bretzenheim fast schon abgestiegen."Wir haben durch den Sieg in Koblenz Selbstvertrauen getankt. Wenn wir heute genauso auftreten, haben wir eine Chance. Aber im Gegensatz zu den Vulkanladies steht Mainz unter Druck und wird um jeden Zentimeter kämpfen", sagt Miezen-Trainerin Cristina Cabeza. An das Hinspiel - noch unter Cabezas Vorgängerin Daniela Filip - haben die Miezen gute Erinnerungen, denn nach sieben Niederlagen zum Zweitligastart gelang mit dem 30:25 der erste Saisonsieg. Wie Trier hat Bretzenheim anno 2016 erst vier Punkte eingefahren - und dies ausschließlich gegen rheinland-pfälzische Gegner: Koblenz/Weibern und Mainz-Budenheim. Aber nicht nur deswegen sollte die MJC die Partie gegen die junge Mannschaft des Vorletzten nicht auf die leichte Schulter nehmen. "Wir müssen leidenschaftlich und kämpferisch auftreten - genau diese Tugenden haben uns den Sieg in Koblenz beschert", fordert Cabeza. Ihre Mannschaft hat dann in zwei Wochen (19. März, 15 Uhr) ihr nächstes Heimspiel gegen die zuletzt schwankenden Rödertalbienen aus Dresden, danach folgt die Auswärtsfahrt nach Zwickau, ehe man am 9. April zu Hause gegen Mainz-Budenheim unter absolutem Siegzwang steht. Die MJC ist also mittendrin in den Wochen der Wahrheit - und fast schon zu drei Siegen in den nächsten vier Spielen verdammt. Heute erwartet Cabeza "ein pures Kampfspiel, in dem es keinen Schönheitspreis zu gewinnen gibt". Aber zwei Punkte - und auf die ist die MJC dringend angewiesen. BPDJK/MJC Trier (Kader): Kockler, Eckelt - Sattler, Vallet, Derbach, Mohr, Jurgutyte, Knoroz, Thomas, Weibelova, Müller, Houben, Czanik, Welter