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Die rote Laterne ist erst einmal weg, 2000 Fans feiern den zweiten Saisonsieg

Die Miezen feiern ihren zweiten Saisonsieg – den Derby-Erfolg gegen Koblenz/Weibern. TV-Foto: Hans Krämer
Die Miezen feiern ihren zweiten Saisonsieg – den Derby-Erfolg gegen Koblenz/Weibern. TV-Foto: Hans Krämer
Trier. Mit einer begeisternden Vorstellung haben die Trierer Handball-Miezen ihren zweiten Saisonsieg eingefahren: Mit dem 29:27 über Koblenz/Weibern verließen sie den letzten Platz. Heute geht es gegen das neue Schlusslicht Bensheim schon weiter.

Trier. "Jetzt brauche ich erst einmal ein Sauerstoffzelt." Miezen-Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris war nach dem Abpfiff völlig aus der Puste. In ihrem ersten Handballspiel nach 15 Monaten Pause hatte sie 40 Minuten auf dem Feld gestanden, hatte in Abwehr und Angriff alles gegeben, hatte mit ihren drei Toren ihren Teil zum zweiten Saisonsieg der Miezen beigetragen. "Es ist ein geniales Gefühl, gleich mit einem Erfolg zu starten. Einfach gigantisch!", meinte die 29-Jährige nach dem hochverdienten, wenn auch hochdramatischen 29:27 (15:14)-Erfolg der Miezen im Rheinland-Derby gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern.2000 begeisterte Fans feierten die Mannschaft, standen schon vier Minuten vor dem Ende auf ihren Plätzen, hatten die MJC in der kritischen Phase nach vorne gepeitscht - und wurden am Ende mit dem zweiten Saisonsieg belohnt, durch den die Miezen den letzten Platz verließen und die rote Laterne an Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach abgaben. Und genau dort gastieren die Miezen schon heute (19.30 Uhr) . "Wenn wir auch in Bensheim gewinnen, können wir ganz beruhigt Silvester feiern und die Korken knallen lassen", sagte Garcia-Almendaris vor dem nächsten Schicksalsspiel im Abstiegskampf. Siegen die Trierierinnen auch an der Bergstraße, lägen sie schon vier Punkte vor dem wohl einzigen Abstiegskonkurrenten. Spielen die Miezen heute so auf wie 48 Stunden zuvor, ist ein Sieg nicht unwahrscheinlich. Gegen die Vulkanladies aus Koblenz/Weibern zeigten sie Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit. Nach einem perfekten 10:4-Start gegen bis dahin völlig orientierungslose Gäste verpassten die Miezen allerdings eine frühe Vorentscheidung - im Gegenteil: Die Rheinländerinnen verkürzten bis zur Pause auf 14:15, gingen gleich nach dem Seitenwechsel sogar mit zwei Toren Differenz in Führung - auch weil sie die Kreise der zuvor überragenden Katrin Schneider (sieben ihrer acht Tore in Halbzeit eins) entscheidend einengten. Im Gegensatz zu vorherigen Spielen zog sich die MJC aber selbst wieder aus dem Schlamassel. Vorne traf die Dänin Maria Kroyer in ihrem bislang besten Spiel im Miezentrikot nach Belieben, hinten machte Torfrau Daniela Vogt den Laden dicht. Obwohl Trier ab der 38. Minute permanent führte, stand das Spiel bis in die Schlussminuten auf des Messers Schneide, drohte beim 26:25 sogar zu kippen. Doch dann hielt Vogt den Sieg fest, die MJC traf dreimal in Folge zum 29:25 und überstand in den Schlussminuten sogar eine doppelte Unterzahl. Somit konnte Garcia-Almendaris gleich doppelt feiern: Denn am Tag vor ihrem ersten Spiel für die MJC war sie erstmals Tante geworden. BP DJK/MJC Trier: Vogt, Kockler, Flöck - Derbach (2), Pilmayer (0), Schneider (8/4), Mohr (2), Kroyer (7), Vallet (4), Adeberg (0), Czanik (3), Pötters (n.e.), Sattler (n.e.), Garcia-Almendaris (3), Irsch (n.e.), Kordel Vulkanladies Koblenz/Weibern; Zec, Grob - Kils (0), Atanasoska (3/1), Varga (10/4), Zimmermann (4), Thomas (3), Thorgeirssdottir (0), Kinlend (1), Prak (3), Schenk (n.e.), Frank (0), Vollebreght (3), Jaszchuk (0) Zuschauer: 2000, SR: Behrens/Fasthoff