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"Trier ist immer eine Reise wert"

"Trier ist immer eine Reise wert"

Das Länderspiel der Frauenhandball-Nationalmannschaft am 27. November gegen Schweden in Trier bildet den Startschuss für die Kampagne zur Frauen-WM 2017, bei der auch Spiele in der Arena ausgetragen werden. Zum Kader zählt die Ex-Spielerin der DJK/MJC Trier, Svenja Huber. Im Interview mit TV-Mitarbeiter Björn Pazen spricht sie über ihre Erinnerungen an Trier, die Ziele mit dem Nationalteam und ihren Job als Journalistin.

Trier. Zwei ehemalige Miezen stehen im Kader der deutschen Handballerinnen für das Länderspiel gegen Schweden am 27. November (15 Uhr) in der Arena Trier. Neben Shenia Minewskaja - die Tochter von MJC-Legende Svetlana Minewskaja spielte als Kind in der Miezen-Jugend - ist dies Svenja Huber. Die 31-jährige Rechtsaußen lief von 2008 bis 2010 für die MJC in der Bundesliga auf - im Team von Trainerin Ildiko Barna, der sie danach nach Weibern folgte.
Im Dezember 2013 wechselte Huber zum Thüringer HC, wo sie dreimal deutsche Meisterin (2014, 2015 und 2016) und Nationalspielerin wurde. Seit diesem Sommer läuft die Linkshänderin für Borussia Dortmund auf - trainiert von Barna.
Der letzte EM-Test geht in Trier über die Bühne. Mit welchen Erinnerungen kommen Sie zurück an die Mosel?
Huber: Trier ist immer eine Reise wert. Eine tolle Stadt mit handballbegeisterten Fans - mehr kann man sich als Sportler nicht wünschen.
Ist es noch etwas Besonderes für Sie, in Trier aufzulaufen?
Huber: Nicht, weil ich mal dort gespielt habe, dafür ist zu viel Zeit vergangen. Aber aus den zuvor genannten Gründen definitiv.
Haben Sie die Entwicklung bei den Miezen intensiv verfolgt - und gibt es noch Kontakte zur MJC?
Huber: Natürlich habe ich zu der einen oder anderen Spielerin von damals noch Kontakt, aber davon ist keine mehr bei den Miezen aktiv.
Nach Ihrem Wechsel aus Trier nach Weibern hat sich einiges in Ihrer Karriere getan. Wie wichtig war der Sprung zum deutschen Meister Thüringer HC für Ihre Karriere?
Huber: Das war immens wichtig. Auf einem solchen Niveau täglich zu trainieren, bringt einen auf ein anderes Level. Ich bin sehr dankbar, dass alles so gekommen ist und ich diese wunderbare Zeit erleben durfte.
Seit Saisonbeginn spielen Sie in Dortmund und werden dort von Ildiko Barna trainiert, die ja auch schon in Trier und Weibern Ihr Coach war. Wie wichtig ist sie für Ihre Laufbahn?
Huber: Ildíko ist ein sehr wichtiger Mensch in meinem Leben und war mitausschlaggebend für meinen Wechsel nach Dortmund. Ich verdanke ihr unheimlich viel, und es macht mich stolz, noch mal Teil ihres Teams sein zu dürfen.
In Erfurt wurden Sie Nationalspielerin, waren auch schon bei der EM 2014 mit dabei. Nun sind Sie wieder im Kader. Was hat sich seit dem Amtsantritt von Trainer Michael Biegler geändert?
Huber: Sehr viel. Michael ist sehr geradlinig und verfolgt einen konkreten Plan. Er gibt jeder Spielerin eine klare Rolle, bereitet uns optimal vor und zieht uns mit seiner emotionalen Art mit.
Nach dem Länderspiel in Trier geht es gleich zur EM in Schweden. Dort warten in der Vorrunde ausschließlich Hammergegner mit dem Olympiazweiten Frankreich, dem WM-Zweiten Niederlande und dem WM-Vierten Polen. Wie schätzen Sie die Chancen aufs Weiterkommen ein?
Huber: Da ist in jedem Spiel alles drin. Natürlich sind wir nicht der Favorit, aber jedes Spiel ist ein unglaublich guter Test für uns auf die WM 2017. Es gibt nichts Besseres als sich mit den stärksten Mannschaften der Welt zu messen.
Das Länderspiel gegen Schweden ist für Trier auch der Startschuss für die Kampagne für die Frauen-WM 2017. Haben Sie sich schon mit der Heim-WM befasst?
Huber: Natürlich schwebt das Thema oft im Hinterkopf, schließlich ist unser ganzer Weg darauf ausgerichtet. Unser aktueller Fokus liegt allerdings immer auf dem Hier und Jetzt. Träumereien bezüglich der WM 2017 bringen uns nicht weiter, harte Arbeit hingegen schon.
Neben Ihrer Handballkarriere arbeiten Sie auch als Journalistin. Wie kann man Spitzensport und Beruf unter einen Hut bringen?
Huber: Als Freiberufler klappt das ganz gut, da ich mehr oder weniger arbeiten kann, wann ich möchte.
Zudem ist das Schreiben genau wie das Handballspielen meine Passion, demnach fühlt es sich auch nicht wie "arbeiten" an. BP
Extra

Karten für das Länderspiel in Trier am 27. November gegen Schweden gibt es online unter <%LINK auto="true" href="http://www.dhb.de/tickets" text="www.dhb.de/tickets" class="more"%> sowie über die Arena Trier. Für Vereine, Schulklassen und andere Gruppen gibt es eine spezielle Ticketaktion: Wer acht Karten einer Kategorie bestellt, erhält zwei kostenlose Tickets der gleichen Kategorie dazu. red