Keine Angst vor langen Strecken

Laufen, Spaß haben, angefeuert werden, die Freude an der Bewegung war das Wichtigste beim Volksfreund-Jugendlauf der unter 16-Jährigen über 1800 Meter.

Trier. Lucky tippelte mit seinem großen Füßen auf der Stelle, hob die Arme zur Lockerung über die großen Ohren - und 300 Kinder und Jugendliche machten es dem Maskottchen des Trierischen Volksfreunds nach. Auch wenn es sehr eng wurde am Start an der Porta Nigra, ein bisschen Aufwärmgymnastik musste sein. Trotzdem: Die Wartezeit wurde manchem zu viel: "Es war langweilig", sagte Berthy Kinss (7) über die Minuten vor dem Startschuss, die sich endlos in die Länge zu ziehen schienen. "Super-gut", sei aber der Lauf selbst für sie und ihre Freundin Celine Kämmer gewesen.
Wie viele andere Gruppen hatten sie mit der Trierer Egbert-Grundschule für das Jugendrennen trainiert. Gehen? Nein, die sechsjährige Celine Kämmer schüttelte den Kopf. Das kam für die Nachwuchsportlerin während des Rennens nicht infrage. Denn im Ziel warteten viele Hundert begeisterte Zuschauer. Und natürlich die Eltern, die oft noch aufgeregter waren, als ihre Sprösslinge.
Als Erster in den Genuss der Anfeuerungen kam der 15-jährige Jannick Nimmesgern vom saarländichen Club LC Schmelz (6:10 Minuten) vor Tim Biringer (Fortuna Saarburg/6:14) und Maximilian Hoffmann (VfL Trier/6:31). Bei den Mädchen siegte die erst achtjährige Marina Terres vom TuS Mosella Schweich in 7:46 Minuten vor Anna Meyer (TG Konz/7:53) und Lena Hoffmann (MJC Trier/7:59).
"Der Lauf war schön", sagte Maya Thielen. Die neun Jahre alte Vereinskameradin des zweitschnellsten Jungen war zwar schon öfter bei Volksläufen mitgerannt, der Stadtlauf war aber für sie eine Premiere - und etwas ganz Besonderes. Es sei toll gewesen, wie die Zuschauer sie angefeuert hatten.
In dem Trubel lief Maya ihrer jüngeren Schwester Elly ein bisschen weg. "Ich habe sie die ganze Zeit sehen. Nur im Ziel nicht mehr", erzählte die Siebenjährige. teu