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Trierer Ruderer qualifizieren sich für Heim-EM in Duisburg

Anfang September geht’s los : Trierer Ruderer qualifizieren sich für Heim-EM

Annika Elsen, Katharina Bauer und Johannes Thein sichern sich bei der nationalen U-23-Leistungsüberprüfung Plätze im Nationalteam für die Europameisterschaft in Duisburg. Besonders überzeugte ihr hartes Training – trotz Corona.

Bisher keine Regatten, keine deutschen Meisterschaften, doch die U-23-Europameisterschaft der Ruderer soll am 5. und 6. September in Duisburg stattfinden. Um durch Wettkampfvergleiche ein schlagkräftiges Team zusammenstellen zu können, lud der Deutsche Ruderverband (DRV) am vergangenen Wochenende zur internen Leistungsüberprüfung nach Hamburg ein. Unter 160 Athleten konnten sich mit Annika Elsen und Katharina Bauer vom RV Treviris Trier (RVT) sowie Johannes Thein von der Rudergesellschaft Trier (RGT) drei Trierer Ruderer fürs Nationalteam empfehlen.

„Für die EM-Nominierung berücksichtigen wir aber nicht nur die Leistung vom Wochenende, sondern beziehen auch die Ergometer-Leistung der jeweiligen Sportlerinnen und Sportler mit ein“, wurde U-23-Bundestrainerin Brigitte Bielig schon im Vorfeld auf der DRV-Internetseite zitiert, dass nicht nur das Hamburger Ergebnis zählt. Dezentral an den jeweiligen Trainingsorten wurden bereits im Vorfeld Tests auf dem Ruder-Ergometer durchgeführt. Dabei zeigte sich, dass der älteste deutsche Ruder-Nachwuchs trotz coronabedingten Einschränkungen gut trainiert hat. „Ich muss ehrlich sagen, dass ich von den Ergebnissen sehr angetan war. Die Sportler haben gezeigt, dass sie alle fleißig trainiert haben, das rechne ich ihnen hoch an“, sagte Bielig.

Das kann auch der rheinland-pfälzische Landestrainer Benedikt Schwarz bestätigen: „Die haben brutal und richtig viel trainiert.“ Er habe eher bremsen als motivieren müssen. Was lange Zeit fehlte, war das gemeinsame Training auf dem Wasser und besagte Rennen. Für Elsen und Bauer sei es deshalb bei der Leistungsüberprüfung nicht optimal gelaufen. „Die brauchen normal immer Vorwettkämpfe. Aber sie haben sich für die EM qualifiziert und sind auch nächstes Jahr noch im Kader“, berichtet Schwarz.

In einem schweren Vorlauf verpasste das RVT-Duo den Start und erreichte so nur das B-Finale im Zweier ohne Steuermann. Dieses gewannen Bauer und Elsen aber souverän, landeten so auf dem siebten Platz in der Gesamtwertung. Im nach den Zweier-Resultaten zusammengesetzten Vierer-Rennen wurden die RVT-Rudererinnen Zweite. So sicherten sie sich einen Platz für die Mannschaftsbildung der olympischen Bootsklassen Vierer und Achter ab Donnerstag in Leipzig. „Da wird immer wieder gemixt“, erklärt Schwarz. Alle möglichen Bootsbesatzungen werden ausprobiert, um die optimale Besetzung im Vierer und Achter zu finden. „Die Priorität liegt dabei auf dem Vierer“, so Schwarz.

Die Rudererinnen Katharina Bauer und Annika Elsen vom RV Treviris Trier können gut gelaunt in die finale Phase der Vorbereitung auf die U-23-Europameisterschaft Anfang September in Duisburg starten. Foto: Holger Teusch

Schon für den Leichtgewichts-Doppelvierer gesetzt ist laut Schwarz Johannes Thein. Der 21-Jährige RGT-Ruderer sicherte sich im Vorlauf einen Platz im A-Finale, das wegen der großen Teilnehmerzahl mit sieben statt den normalen sechs Startern durchgeführt wurde. Im Endlauf machte sich bei Thein die schwere Qualifikationsrunde bemerkbar, so dass er nur Siebter wurde. Zusammen mit Malte Rietdorf aus Hamburg belegte er im Rennen der Leichtgewichts-Doppelzweier einen guten dritten Platz, so dass Thein erste Wahl für die leichten Doppelvierer bei der EM ist.