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So rüsten sich die Stadt Trier und die Kreise

So rüsten sich die Stadt Trier und die Kreise

Die aktuelle Situation in der Stadt Trier und in den Kreisen: In der Stadt Trier gibt es 4080 Plätze für Kinder bis 14 Jahre (247 Plätze für Kinder unter drei Jahren, 3334 Plätze für Kinder von drei bis sechs, 499 Plätze für Schulkinder).

Im September 2005 hat der Stadtrat beschlossen, der Schaffung bedarfsgerechter Angebote an Tagesbetreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren in Zusammenarbeit mit den freien Trägern bis 2010 nachzukommen. Der Bedarf liegt bei 600 Plätzen für unter Dreijährige, weitere 350 Plätze für unter Dreijährige müssen in den nächsten fünf Jahren geschaffen werden. "Gruppenschließungen werden zurzeit nicht diskutiert", sagt Stadt-Jugendamtsleiter Achim Hettinger. Im kreis Trier-Saarburg gibt es 73 Kitas. "Rund 5100 Kinder von drei bis sechs Jahren besuchen die Kitas", sagt Pressesprecher Thomas Müller. Hierfür stehen 5724 Kindergartenplätze zur Verfügung (1214 Ganztagsplätze, 50 Krippenplätze für Kinder unter drei Jahren). "Bis August sollen 30 weitere Krippenplätze geschaffen werden." Zudem werde im Kreis relativ häufig das Angebot in Anspruch genommen, bis zu zwei Kinder unter drei Jahren in einer Kindergartengruppe aufzunehmen. Dort, wo freie Plätze vorhanden und die räumlichen und konzeptionellen Voraussetzungen erfüllt sind, können seit Januar sechs Zweijährige pro Regelgruppe aufgenommen werden. Die Kosten für das gesetzliche Mehrpersonal für die Zweijährigen übernehme das Land. Müller: "Wir gehen davon aus, dass 500 bis 600 Zweijährige bis 2010 den Anspruch auf einen Kindergartenplatz geltend machen werden." Von drastisch zurückgehenden Kinderzahlen könnte der Kreis Trier-Saarburg verschont bleiben. "Viele Grenzgänger werden hier heimisch, was sich auch in den Kinderzahlen bemerkbar macht." Im kreis Bitburg-Prüm gibt es 3311 Kindergartenplätze (524 Ganztagsplätze, 57 Hortplätze). Anstelle von Krippenplätzen gibt es laut Rudolf Müller, Pressesprecher der Kreisverwaltung Bitburg-Prüm, eine Tagespflegebörse der Jugendhilfestation. "Die Tagespflegebörsen haben derzeit etwa 100 registrierte Tagesmütter, die Betreuung für Kinder anbieten." Dennoch sollen auch hier frei werdende Kapazitäten in Kindergärten genutzt werden. "Gruppen- oder Kita-Schließungen sind gegenwärtig nicht vorgesehen." Im kreis Daun gibt es 19 Kindertagesstätten in kommunaler und zwölf in freier Trägerschaft (217 Ganztagsplätze, 25 Plätze für Kinder unter drei Jahren, 30 Plätze zur Schulkinderbetreuung). "Die zurückgehenden Kinderzahlen bieten die besondere Chance, neben dem Regelangebot für Drei- bis Sechsjährige weitere Angebote zu installieren", so Heinz-Peter Hoffmann vom Kreisjugendamt in Daun. "Die Verantwortung für die Höhe der Elternbeiträge und das Gebot der Wirtschaftlichkeit und Sparsamkeit öffentlicher Haushalte gebietet jedoch, dass die Umwandlung von Regelplätzen in Plätze für unter Dreijährige und Schulkinder nur dort erfolgt, wo sich Bedarf zeigt." Im kreis Bernkastel-Wittlich sind von den 4618 Plätzen 15 Prozent Ganztagsplätze. Zudem besteht eine Krippeneinrichtung für Kinder bis drei Jahre (16 Plätze) und ein Hort für Grundschüler. 85 Kinder unter drei Jahren besuchen die Kindergärten, nach Schulschluss werden 52 Schulkinder in den Kindergärten betreut. "In Zusammenhang mit dem Landesprogramm sind keine Gruppen- oder Kita-Schließungen geplant", sagt Hans-Jürgen Marx, Leiter des Kreisjugendamtes. Vor zwei Jahren hat der Kreistag das Konzept "Weiterentwicklung der familienfreundlichen Kinderbetreuung im Landkreis unter besonderer Berücksichtigung erwerbstätiger und erwerbsfähiger Eltern" verabschiedet. Teil dieses Konzepts ist die Erstellung eines Betreuungsatlas'. "Derzeit finden Verhandlungen mit Kindergartenträgern über die Öffnung von Kindergartengruppen für bis zu sechs Zweijährige pro Gruppe statt", so Marx.