10000 Euro an Betrüger überwiesen - Polizei warnt vor gefälschten Rechnungen

Schon 50 Fälle allein in diesem Jahr in der Region : 10000 Euro an Betrüger überwiesen - Polizei warnt vor gefälschten Rechnungen

Immer mehr Menschen in der Region werden Opfer einer Betrugsmasche, bei der die Täter Kontodaten von Firmenrechnungen fälschen. 52 derartige Fälle zählte die Kripo bisher alleine in diesem Jahr.

Die Masche ist immer die gleiche: Unbekannte fangen Briefe von Handwerkern oder anderen Firmen ab, in denen sich Rechnungen für tatsächlich erbrachte Leistungen oder gelieferte Waren befinden (der TV berichtete). Sie fälschen die Kontonummer der Absenderfirma und geben die Briefe anschließend wieder in die Postzustellung. Die Empfänger zahlen die Rechnung - das Geld kommt allerdings nicht bei der Firma an, von der die Rechnung stammt, sondern landet auf dem Konto der Betrüger. So zahlte ein Empfänger aus dem Eifelkreis Bitburg-Prüm im April eine Handwerkerrechnung von über 10.000 Euro auf ein Konto, das angeblich einem Handwerksbetrieb im Kreis Trier-Saarburg gehören sollte. Die Kontodaten auf der Rechnung waren vorher manipuliert worden.

In diesem Jahr landeten bereits 52 derartige Fälle bei der Kripo in Trier. Im vergangenen Jahr waren es insgesamt 102 Fälle. Dabei nutzen die Betrüger verschiedene Varianten. Sie fälschen die Kontonummern auf den Rechnungen, füllen mitgeschickte Überweisungsvordrucke mit falschen Kontodaten aus oder fälschen die Unterschriften von Kontoinhabern. Die Schadenssummen reichen von kleineren vierstelligen Beträgen bis zu mehreren zehntausend Euro. In der überwiegenden Anzahl der Fälle fiel der Betrug jedoch auf, bevor Geld floss.

Die Polizei warnt vor diesen Betrugsmaschen und gibt folgende Tipps:

  • Bitten Sie Ihren Handwerker/Lieferanten, die Rechnung auch per Email zu versenden.
  • Vergleichen Sie die Angebotsdaten mit den Daten auf der Rechnung.
  • Vergleichen Sie die Kontodaten auf der Rechnung mit den Kontodaten auf der Homepage des Unternehmers.
  • Achten Sie beim Öffnen des Briefes auf bereits vorhandene Beschädigungen oder Spuren, die den Verdacht erregen, dass der Brief schon einmal geöffnet wurde.
  • Schöpfen Sie einen Verdacht, kontaktieren Sie den Rechnungssteller.
  • Bestätigt sich der Betrugsverdacht, informieren Sie umgehend die Polizei und versuchen Sie, bereits getätigte Überweisungen bei Ihrer Bank rückgängig zu machen.
(red)
Mehr von Volksfreund