Felder fangen Feuer im Bitburger Land

Ballenpresse und Wiese stehen in Flammen : Felder fangen Feuer im Bitburger Land

Die Serie von Flächenbränden im Eifelkreis reißt nicht ab. Auch am Donnerstag mussten die Feuerwehren wieder zu einigen Einsätzen ausrücken.

Eine Rauchsäule steigt über Gindorf auf. Auch Autofahrer auf der A60 zwischen Wittlich und Bitburg sehen am Donnerstag die Schwaden am Himmel. Denn das brennende Feld liegt nur wenige Meter von der Schnellstraße entfernt und der Wind weht den Ruß über die Fahrbahn.

Die Ursache für das Feuer zwischen Gindorf und Badem (beides Bitburger Land) war wohl eine heißgelaufene Ballenpresse. Das Gerät und der dazugehörige Traktor gingen zusammen mit rund fünf Hektar Feld in Flammen auf, wie der stellvertretende Kreisfeuerwehrinspekteur sagt. Die Schadenshöhe: unklar. Doch wegen der zerstörten Maschinen, der verbrannten Ernte und Strohballen werden die Kosten für den Landwirt wohl in die Tausende Euro gehen.

Heuballenpressen lösen Flächenbrände aus - Zwei Traktoren und ein Hochsitz verbrannt

Es dürfte einer der größten Flächenbrände gewesen sein, den die Feuerwehren diesem sehr heißen und trockenen Rekordsommer in der Region löschen mussten. Doch es war bei Weitem nicht der einzige. Nicht mal am Donnerstag. Zeitgleich zum Brand in Gindorf müssen die Wehrleute nämlich noch nach Wiersdorf ausrücken. Auch hier war es eine Ballenpresse, die Feuer fing. Durch Funkenflug verbreitete sich die Glut dann auf dem drei Hektar messenden Acker, sodass es am Nachmittag an fünf Stellen gleichzeitig brennt. Auch der Hochsitz eines Jägers wird zum Raub der Flammen.

Und damit nicht genug: Rund 30 Kilometer nördlich haben die Feuerwehren mit einem weiteren Brand zu tun. Auch im Arzfelder Ortsteil Hickeshausen kokelt ein Feld. Das Feuer kann sich wegen des Schnellen Eingreifens der Rettungskräfte allerdings nicht ausbreiten.

Gegen 16 Uhr hat die Feuerwehr laut Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch alle drei Brände weitestgehend unter Kontrolle. Doch bis dahin mussten viele Einsatzkräfte schwitzen.

Allein um das gewaltige Feuer in Gindorf zu löschen waren 40 Freiwillige nötig. Wehrleute kamen aus Kyllburg, Speicher und sogar vom nahen amerikanischen Flugplatz, erzählt Schlöder. Auch in Wierdsorf waren alle umliegenden Wehren alarmiert und vor Ort.

Verletzt wurde bei den Bränden niemand – auch nicht an den vergangenen Tagen, wo es unter anderem in Oberstedem, Rittersdorf, Stadtkyll (VG Obere Kyll) und Heidweiler (VG Wittlich Land) brannte. Der Schaden für die Bauern aber dürfte immens sein und noch größer werden, wenn die Trockenheit und Hitze der letzten Tage anhält.

„Es genügt nur ein Funke und ein Feld steht in Flammen“, sagt Kreisfeuerwehrinspekteur Jürgen Larisch: „Die Vorfälle häufen sich derzeit. Wir können nur hoffen, dass das Wetter bald umschlägt.“

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