1. Meinung

Glaube im Alltag

Glaube im Alltag

"Wir haben heute Morgen noch von dir gesprochen - wie schön, dich hier zu treffen." So weit die froh machenden Worte einer Begegnung.

Und schon sah die Welt für mich hoffnungsvoller aus; ich spürte Glück und Freude. Der 3. Adventssonntag hat auch den Namen "Gaudete in Domino semper" ("Freut euch im Herrn zu jeder Zeit"). Die Freude steht im Mittelpunkt. Welche Freude erfüllt Sie jetzt, in diesen Tagen? Ich freue mich auf den Beginn der Synode. Für gestern und heute hat unser Bischof Stephan Ackermann die konstituierende Vollversammlung der Diözesansynode einberufen. Ungefähr 260 Synodalen - 150 Laien, 110 Priester und Diakone - kommen erstmals zusammen, um der Synode Gesicht und Gestalt zu geben. Für Bischof Stephan, Seelsorger(innen) und viele, die in den Gemeinden tätig sind, bietet die Synode eine große Chance für eine Neuorientierung der Kirche von Trier. Was sind die Zeichen der Zeit und was unsere Glaubensquellen? Diese Fragen des Glaubens, sie richten sich an unser Herz, weil es um Einstellungen und Überzeugungen geht. Viele suchen Antworten, hinter denen Menschen mit ihrer ganzen Person stehen. Von daher freue ich mich, dass unsere Syn-ode eine Versammlung des "offenen Wortes" sein soll. Ich hoffe, dass alle vorgelegten Themen frei erörtert werden können. Ich lese derzeit von unserem Papst Franziskus ähnliche freudige Botschaften. Er hat mit seinem ersten Lehrschreiben "Evangelii Gaudium" viele Menschen erreicht: "Die Freude des Evangeliums erfüllt das Herz und das gesamte Leben derer, die Jesus begegnen. Mit Jesus Christus kommt immer wieder die Freude". Er lädt alle Christen zu einer neuen Etappe der Evangelisierung ein. Die Synode im Bistum Trier könnte auf dem Weg dahin eine wichtige Station sein. Wenn wir diese Freude in die Welt tragen, werden wir sicherlich auch wieder mehr gefragt sein. Rüdiger Glaub-Engelskirchen, Gemeindereferent Hermeskeil