Leserbrief : Multitalent Zitrone – dennoch ist Vorsicht geboten

Ernährung

Zu: „Wenn das Leben dir Zitronen schenkt“ (TV vom 7. September):

 

Die saure gelbe Frucht ist ein Multitalent. Das wussten bereits die Seefahrer vor Hunderten Jahren. Heutzutage allerdings, mit der regelrechten Flut an Nahrungsmitteln jedweder Art, ist Vorsicht geboten! Wer auf die Zitrone schwört, tut gut daran zu bedenken, dass unsere Stoffwechselorgane wohl kaum grenzenlos belastbar sind. Auch nicht mit gesunden Nahrungsstoffen.

Allein die Bestandteile der Zitrone, insbesondere ihre Fruchtsäure Zitronensäure (Genusssäure), finden längst auch in synthetischer Form in unterschiedlichster Art und Weise Verarbeitung in „ungezählten“ Nahrungsmitteln wie auch sonstigen Produkten des Alltags.

Mit staatlicher Legitimation müssen diese Bestandteile keineswegs immer auf der Zutatenliste erkennbar sein. Hinzu kommt, dass wir hierzulande bei Zitronen auf Importfrüchte angewiesen sind. Daraus ergibt sich die Tatsache, dass sie „unreif“ geerntet werden.

Wer garantiert eigentlich die langfristige Unbedenklichkeit einer (widernatürlich) nachgereiften und erst recht unreifen Zitrone?! Wie ist die biochemische Beschaffenheit ihrer Säure. Wer kennt die Wirkung der Säure auf die tiefgründige Chemie unseres Körpers?

Die Aufnahme der Zitronensäure (über die Schleimhäute) in den Organismus ist nur ein Puzzle-Stück von vielen, die in ihrer „Gesamtheit“ eine chronische Stoffwechselüberlastung begünstigen. Das Ernährungswissen unserer Zeit ist zu theoretisch. Es hat sozusagen die Bedürfnisse des „bereits chronisch überlasteten“ Stoffwechsels nicht wirklich auf dem Schirm. Die Zitrone wird immer wieder als wohltuender Basenspender genannt. Wer bereits chronische Überlastungssymptome entwickelt hat, ist aus den zuvor genannten Gründen gut beraten, die Zitrone weitestgehend zu meiden. Aufbauend auf der Grundlage der klassischen Ernährungslehre, ist diese Empfehlung das Ergebnis jahrzehntelanger Erfahrung mit Betroffenen.