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Eifeler SPD setzt auf Wasserstoff

Braucht der Kreis eine neuen Energie-Strategie? : Eifeler SPD setzt auf Wasserstoff

Die Sozialdemokraten fordern, dass der Eifelkreis eine Wasserstoffstrategie erarbeitet. Sie bringen zum Kreistag am Freitag eine entsprechende Anfrage ein.

700 Millionen Euro will der Bund in den nächsten vier Jahren für die Entwicklung von Wasserstofftechnologien ausgeben. Deutsche Firmen sollen so „zum Ausrüster der Welt“ werden, hofft Wissenschaftsministerin Anja Karliczek.

Derzeit fristet der alternative Antrieb allerdings ein Nischendasein. Autos, die mit Wasserstoff fahren, wurden im Eifelkreis bislang noch keine zugelassen. Die Voraussetzungen sind aber auch nicht gerade ideal. Liegen die nächsten Tankstellen doch auf einem Rastplatz bei Koblenz-Metternich, in Aachen oder Wiesbaden.

Die Eifeler Sozialdemokraten wüden das allerdings alles gerne ändern und den Eifelkreis gerne auf eine Wasserstoffstrategie einschwören. Ein entsprechender Antrag, den die SPD-Fraktion am Freitag in den Kreistag einbringen will, liegt dem TV vor.

Darin fordern die Genossen, der Kreis möge „eine nachhaltige Wasserstoffwirtschaft“ aufbauen, um erstens die Energiewende voranzutreiben, zweitens den Öffentlichen Nahverkehr mit derartigen Motoren auszustatten und drittens ein „zukunftsorientiertes Wirtschaftsfeld“ zu schaffen.

Die Potenziale, schreibt Fraktionschef Nico Steinbach, seien enorm, auch für die Industrie. „Wasserstoff ist eine entscheidende Zukunftstechnologie“, sagt auch der Bitburg-Prümer Juso-Vorsitzende David Cuervo Müller, der an dem Antrag mitgewirkt hat: „Wir könnten etwa die alten Dieselloks auf der Eifelstrecke durch wesentlich umweltfreundliche Wasserstoffzüge ersetzen.“ Oder die vielen Busse auf den neuen Linienbündeln mit dem neuen Antrieb ausstatten und somit auch eine Vorgabe der Europäischen Union erfüllen, die verlangt, dass die Kommunen einen Großteil ihrer Flotten auf grüne Antriebe umrüsten.

Da der Eifelkreis bereits jetzt mehr als 100 Prozent seines Energiebedarfs durch Windräder, Solar- und Biogasanlagen decke, habe die Kommune die besten Voraussetzungen für die Herstellung des möglichen Treibstoffs der Zukunft. Der wird aus Wasser gewonnen. Dazu könne man den überschüssigen Strom nutzen.

Der Kreistag trifft sich am Freitag, 29. Januar, um 15 Uhr in der Irreler Gemeindehalle, um über den Antrag und etliche weitere Themen zu beraten und abzustimmen. Auf der Agenda stehen unter anderem die Bewerbung für die Landesgartenschau, das touristische Konzept für den Schwarzen Mann, die Sanierung des Regino-Gymnasiums Prüm und der Sporthalle der Bitburger Edith-Stein-Schule.