Freibadsaison im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist zu Ende. Die meisten Badbetreiber sind zufrieden

Sport und Freizeit : Ein guter Sommer für die Bäder im Kreis

Die Freibadsaison im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist zu Ende. Die Besucherzahlen in den Bädern stellt die Betreiber zufrieden. Im Waldfreibad Prüm wurden in diesem Jahr deutlich weniger einheimische Schwimmer gesichtet.

„Wir hatten schon vor Beginn der Sommerferien schönes Wetter zum Beispiel um Fronleichnam, und sind mit den Besucherzahlen sehr zufrieden.“ Elfriede Grewe, Geschäftsführerin des Bitburger Cascade-Bades, nennt eine Zahl von 90♦000 Besuchern, die von Mitte Mai bis Mitte September zu Gast im Bad im Talweg 4 waren. Zu berücksichtigen sei dabei aber auch, dass das „normale Schwimmbad“ – also das Hallenbad – auch geöffnet gewesen sei, sagt die Geschäftsführerin.

Genaue Besucherzahlen für  das Freibad  in Echternacherbrück hat Erwin Thiex zwar nicht, aber der Leiter des Bades am Campingpark spricht von einem „sehr guten Jahr“. Da die Gäste des  Campingparks freien Eintritt ins Freibad haben, gibt es keine verlässlichen Angaben über die Zahl der Badegäste. Im Bad an der Sauer ging die Saison bis zum 8. September. Zwar gebe es im September noch sehr oft sonnige Tage, aber Thiex betont: „Es ist Herbst, und das Wasser nach dem 1. September noch aufzuheizen, kostet zu viel Energie.“ Der Leiter von Campingplatz und Freibad glaubt, dass sich die Zahl der Besucher aus Luxemburg im kommenden Jahr  erhöhen wird, weil  der ÖPNV in Luxemburg kostenlos genutzt werden kann.

Genaue Besucherzahlen gibt es auch in Neuerburg noch nicht. Der Besucher-Andrang in den Bädern von Neuerburg, Bollendorf und Körperich sei mit dem in 2018 vergleichbar, sagt der Fachbereichsleiter für Bürgerdienste, Sport und Schulen der Verbandsgemeinde Südeifel, Stefan Ewen. „Im August gab es im Vergleich zum Vorjahr eine schlechte, weil kühle Woche, was sich aber gegen Ende des Monats wieder gebessert hat“, sagt Ewen. Und ergänzt, dass man im Vergleich zu 2018 weniger Dauerkarten und mehr Einzelkarten verkauft habe.

Das Freibad in Kyllburg haben in dieser Saison zwischen 26♦000 und 28♦000 Gäste besucht, ist von der Verbandsgemeinde Bitburger Land zu erfahren. „Die Zahlen sind ähnlich gut wie 2018, sie können nicht genau bestimmt werden, weil es kein elektronisches Drehkreuz gibt“, erklärt Anna Sadowsky von der Verbandsgemeindeverwaltung. Zudem nehme der Familiencampingplatz „Camp Kyllburg“ für seine Gäste ein Kontingent an Freibadkarten ab. Und Ende des Jahres werde mit der Verbandsgemeinde abgerechnet. „Das „Camp Kyllburg“ läuft gut und davon profitiert auch unser Freibad“, sagt Anna Sadowsky. In diesem Jahr seien 73 Saisonkarten ausgegeben worden, wovon  49 Familiensaisonkarten waren, so dass hier entsprechend mehrere Personen über die Karte den Eintritt ins Freibad genutzt haben, ergänzt Sadowsky. Zusätzlich seien noch über 100 Zehnerkarten verkauft worden.

In Oberweis kann Geschäftsführer Daniel Köhler keine genauen Zahlen nennen. Da das Bad auch von Bewohnern des Campingplatzes genutzt wird, werden die Zahlen der Besucher nicht erfasst. Aber auch Köhler ist sehr zufrieden mit der Saison. „Es war ein guter Sommer“, sagt er. An manchen ganz heißen Tagen sei die Kapazitätsgrenze fast erreicht gewesen. „Das hat dann aber nichts mehr mit Schwimmen zu tun, sondern nur noch mit Abkühlung“, erzählt Köhler.

Im Freibad Waxweiler sind in diesem Jahr rund 17♦500 Besucher gezählt worden. Eine gute Zahl, auch wenn die 20♦455 Gäste des vergangenen Jahres mit dem sehr langen und heißen Temperaturen nicht erreicht wurden.

Im Waldfreibad Prüm gab es in dieser Saison 11♦750 zahlende Gäste, wie Andreas Backes, Sachbearbeiter bei der Verbandsgemeinde Prüm, mitteilt. Hinzu kommen noch 7000 geschätzte Besucher  darunter Kinder unter sechs Jahren, die keinen Eintritt zahlen und Gäste des Campingplatzes, für die der Betreiber eine Pauschale zahlt.  Daraus ergibt sich eine Gesamtzahl von  18♦750, diese  sei   niedriger als im vergangenen Jahr. Das bestätigt auch Bademeister Rainer Raskopp: „Wir haben gut 4500 Besucher weniger als 2018“, sagt Raskopp. Seiner Erfahrung nach sind in diesem Jahr vor allem weniger Einheimische ins Bad gekommen. Der Zulauf von Urlaubern und Badegästen aus Belgien sei ungebrochen –   „und  die  sind beeindruckt von unserem attraktiven Bad“. Der Bademeister glaubt nämlich nicht, dass der Rückgang auch von jugendlichen Badegästen an der Attraktivität des Bades liegt. Er denkt, dass es am großen Freizeitangebot liegt, und dass die Gäste erst bei 25 Grad schwimmen gehen. In der heißen Phase des Sommers sind  an einem Spitzentag auch schon mal 1400 Besucher im Freibad Prüm gezählt worden, so Raskopp. Der Bademeister verkündet, dass das Hallenbad Prüm nach Sanierung und Vorbereitung  am Montag, 28. Oktober, öffnet. Ab dann sind die einheimischen Schwimmer aber noch mal besonders gefragt.

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