Mehrere Tausend Besucher kommen zum Bauernmarkt in Hermeskeil

Bauern- und Handwerkermarkt in Hermeskeil : Ziegen, Kelterspaß und eine volle Stadt

Mehrere Tausend Menschen haben am Sonntag das sonnige Herbstwetter für einen Besuch in Hermeskeil genutzt. Auf dem Bauernmarkt gab es viel zu sehen und zu probieren. In den geöffneten Geschäften war schon früh viel Betrieb.

Für Loretta und Heinrich Bosse gehört ein Abstecher zum Hermeskeiler Bauern- und Handwerkermarkt fest zum Programm, wenn sie im Oktober zum Herbsturlaub in die Region kommen. „Wir sind fast jedes Jahr hier, kaufen unsere Marmelade und leckeres Brot aus Natursauerteig“, sagt das Paar aus Wolfenbüttel bei Braunschweig. Am Stand von Thomas Becker aus Rappweiler (Saarland) bewundern die beiden Urlauber gerade die farbenfrohe Herbstdekoration. Der Händler freut sich über die „vielen netten Leute“ und lobt die Veranstaltung, die jedes Jahr am zweiten Oktober-Sonntag Tausende Gäste in die Hochwaldstadt lockt. „Wir sind schon zum vierten Mal dabei. Der Markt ist gut gelegen, die Standmieten sind okay – und bei gutem Wetter ist immer was los“, sagt Becker.

Und das Wetter spielt diesmal absolut mit. Die Sonne scheint fast durchgängig, das Thermometer zeigt am Mittag an die 20 Grad. Und schon am Vormittag sind Fußgängerzone und Neuer Markt gut gefüllt. Besucher tragen Säcke voller Äpfel, probieren frisch gebackenes Brot, Ziegenkäse, Liköre, Salami,  und Senf aus regionaler Produktion, aber auch dicke Jacken und Mützen für den Winter. Mehr als 100 Händler bieten ihre Waren an.

Besonders viele junge Gäste drängeln sich am Stand von Andreas Leser aus Losheim. Er hat drei Ziegen aus seiner Zucht mitgebracht – eine erst ein halbes Jahr alt –, die die Besucher füttern und streicheln dürfen. Nebenan können sie Ziegensalami und -frischkäse kosten. „Die Leute fragen viel, das persönliche Gespräch wird gesucht“, sagt Leser. Zum Bauernmarkt in Hermeskeil komme er bereits seit mehr als 20 Jahren. „Es ist immer ein positives Erlebnis.“ Kunsthandwerker wie Korbflechter oder ein Fachmann, der an der Drechselbank Holzschüsseln fertigt, lassen sich bei der Arbeit zuschauen. Eine besondere Aktion bietet der Kulturgeschichtliche Verein Hochwald auf der Wiese vor dem Hochwaldmuseum an. Vereinsmitglieder verarbeitet dort Äpfel zu frisch gekeltertem Saft. Thea (6) und Yara (9) aus Hermeskeil helfen fleißig mit.

Insgesamt beteiligen sich wieder mehrere örtliche Vereine an der Veranstaltung, die von der Touristinformation der Verbandsgemeinde Hermeskeil organisiert wird. Lions-Club und KV Ruck-Zuck betreiben Imbissstände. Der Naturpark Saar-Hunsrück informiert über seine Bildungsangebote.

In der Fußgängerzone öffnen ab 12 Uhr die Geschäfte, auch dort herrscht früh ein größerer Andrang. Sandra Schmitt, Inhaberin des Floristikgeschäfts Stilvoll, sagt, es sei schon seit 10 Uhr „viel Betrieb“ in der Stadt. Viele Neugierige blieben an ihren hübsch dekorierten Ständen vor dem Laden stehen, wo erste Gestecke für Allerheiligen aufgestellt seien. „Es sind viele freundliche Menschen unterwegs, bislang läuft es wirklich gut.“

Alexander Schmitz und Kai Zimmer haben bei ihrer Kelteraktion am Hochwaldmuseum in Yara und Thea (von links) zwei fleißige Helferinnen. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber
Ein Ziegenkäse-Hersteller hat drei Tiere zum Markt mitgebracht, die viele Blicke auf sich ziehen. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber
Sandra Schu aus Hermeskeil nutzt den verkaufsoffenen Sonntag und kauft ein herbstliches Gesteck im Geschäft von Floristin Sandra Schmitt. Foto: Trierischer Volksfreund/Christa Weber

Valérie Schäfer, Leiterin der Touristformation und Hauptorganisatorin des Markts, ist am frühen Nachmittag „absolut zufrieden“. Händler und Kunden freuten sich gleichermaßen über das schöne Wetter. Es sei schon vor dem sonst üblichen „Hauptansturm zur Kaffezeit“ sehr viel Betrieb. Die ersten Rückmeldungen seien durchweg positiv, auch von den Ausstellern, die in diesem Jahr neu dabei sind.

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