Oberemmeler Weinfest lockt mehr als 4000 Besucher an.

Feste und Feten : Mit edlen Tropfen und majestätischem Glanz

Oberemmeler Weinfestival lockt an vier Tagen mehr als 4000 Besucher an. An einem Abend rücken sie enger zusammen.

Dieser Himmel sieht nicht aus wie immer. Da braut sich was zusammen. Gespannt schauen die Organisatoren des 51. Oberemmeler Weinfestivals am Freitag auf die Wetter-Apps ihrer Smartphones. „Jetzt muss es schnell gehen“, entscheidet Hermann-Josef Benzkirch.

Zwei zusätzliche Zelte werden am ersten Abend nach der Weinverkostung der Produkte von 18 Winzern aufgebaut. Die Regengüsse, die in Luxemburg mit Tornado so viel Unheil angerichtet haben, bewirken in Oberemmel eine besondere Atmosphäre: In den Zelten wird es kuschelig, die Gäste rücken eng zusammen. Das Feuerwerk kann ohne Probleme abgebrannt werden.

Am Samstagabend sind die Zelte wieder verschwunden. Der Wettergott hat sich beruhigt. Ehrengäste und Sponsoren treffen sich zum Empfang beim Winzer Jungblut. Hier spielt die Winzerkapelle auf, und der Kirchenchor besingt die hohe Qualität des Oberemmeler Weines.

„So wie sie hier stehen, sind sie das Fundament des Weinfestivals“, lobt Benzkirch die Schar der Gäste, darunter Schirmherrin Melanie Welsch von der Volksbank Trier, der er für die Unterstützung dankt.

Der Festumzug unter der Führung der Winzerkapelle ist ein traditionelles Ritual am Samstagabend. Foto: Herbert Thormeyer
Mit Einbruch der Dunkelheit kommen immer mehr Festgäste. Das Fest ist mit 1500 Menschen gut besucht. Foto: Herbert Thormeyer

Ein Festumzug geleitet die Gäste auf den Festplatz, der sich rasch füllt. Am Abend sind es rund 1500 Menschen, die den edlen Tropfen und der besonderen Atmosphäre frönen. Inga Schmitt und Judith Schmitt moderieren den Abend. Melanie Welsch spricht ein großes Kompliment aus: „Diese Weine verursachen keine Kopfschmerzen. Ich hab’s ausprobiert.“ Kreisbeigeordnete Simone Thiel spricht vom Wein als Kulturgut, der Konzer Bürgermeister Joachim Weber lobt den guten Ruf dieser Weine auf Moselfränkisch. Außerdem stellen sich die Weinhoheiten vor. Für Leonie I. aus Trier ist es sogar der erste Außeneinsatz. Sie lobt nicht nur die tollen Weine, sondern auch die besondere Stimmung, die das Fest gerade mit Einbruch der Dämmerung entfaltet.

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