Beim Beatville-Festival 2019 auf der Bungert-Festwiese feiern Hunderte

Musik : Wittlich tanzt und zelebriert die 1990er Jahre

Beim Beatville-Festival 2019 auf der Bungert-Festwiese feiern Hunderte junge Besucher ausgelassen.

Mit einem Mal wird es ganz still, als eine tiefe Stimme aus der Musikanlage ertönt und das Kommando gibt, sich hinzusetzen. Hunderte Besucher des Beatville-Festivals folgen der Aufforderung. Zuvor hatten die Leute noch ausgelassen getanzt, doch nun blicken sie zum DJ-Pult, neugierig, was folgen wird. Alle warten auf das nächste Kommando. Dann, nachdem man für einen Moment lang die Spannung hielt, war die Stimme erneut zu hören, die Musik hallte wieder lautstark aus der Anlage, alle Feierlustigen sprangen aus der Hocke empor und die Party ging weiter.

Mit den Partys am Freitag und Samstag fand das Beatville-Festival schon zum achten Mal in Folge statt. Was einst mit dem Namen „Beachparty“ begann, hat sich zum Beatville entwickelt. „Wir entfernten uns einfach immer weiter von einer Beachparty“, erzählt Tobias Müllers vom Organisationsteam. „Während wir vor einigen Jahren noch zehn Tonnen Sand mit der Schaufel auf dem Gelände verteilt haben, sind mittlerweile eigentlich nur noch die Cocktails übrig. Deswegen wollen wir uns in Richtung eines Festivals entwickeln.“

Als solches präsentiert sich das Beatville mit einem Aufgebot von insgesamt etwa 60 Meter Theke, zwei Tanzflächen mit jeweiligem DJ, mehreren Möglichkeiten zum Essen und viel Platz auf dem Gelände der Bungert-Festwiese.

 Dabei kommen alle Musikgeschmäcker auf ihre Kosten. Während in der Clubstage ein DJ aus Hamburg vor allem House und Tech-House auflegt, wird auf dem großen Mainfloor zu einem bunten Mix aus Chartsongs getanzt. Ein Mix, der angesichts der vollen Tanzfläche zu gefallen scheint. Eine Besucherin meint dazu: „Ich bin hier jedes Jahr. Die Stimmung ist immer total gut.“

Voll waren die Tanzflächen auch am Abend zuvor, denn am Freitag fand die 90er Party des Beatville-Festivals statt. Wie der Name bereits erklärt, werden in dieser Nacht Hits aus den 1990er Jahren gespielt und das ungekürzt im Original.

So kam es, dass sich knapp unter 1500 Besucher jeweils am Freitag und Samstag auf der Bungert-Festwiese versammelten, um zu feiern. Allerdings wäre all das ohne die vielen freiwilligen Helfer, die bereit sind, ihre Freizeit zu opfern, unmöglich realisierbar. Pro Abend sind das etwa 50 Leute. Tobias Müllers: „Es ist für uns ein zu groß gewordenes Hobby. Alle sind freiwillig dabei. Wir haben einfach Spaß bei der Sache und so lange machen wir das auch.“

Grundsätzlich versuche man die Kosten möglichst gering zu halten, obwohl die etwas höheren Ticketpreise in diesem Jahr auf leichten Unmut stießen. Der Gewinn werde jedoch direkt in die Party des nächsten Jahres reinvestiert. Die Leute dürfen also gespannt sein, was sich die Organisatoren beim nächsten Beatville einfallen lassen, wenn es wieder heißt: Wittlich tanzt!

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