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Wittlich: Altes Missionshaus schließt seine Pforten

Gastronomie : Beliebter Biergarten schließt seine Pforten

Das Alte Missionshaus in Wittlich war mit seiner ruhigen Lage,  dem Biergarten und dem abwechslungsreichen Angebot  eine Bereicherung für die Gastronomie in der Säubrennerstadt. Doch jetzt haben die Pächter ihr Geschäft aufgeben.

Das Alte Missionshaus in Wittlich-Wengerohr, dass im Mehrgenerationsdorf   gleich neben der Autobahnkirche und dem ehemaligen Klostergebäude zwischen altem Baumbestand liegt, wurde im Jahr 2016 gastronomisch zum Leben erweckt. Unter dem Namen „Altes Missionshaus-Gastronomie im Grünen“ mit jeweils 80 Sitzplätzen im Innenbereich und im Biergarten ist es damals gestartet. Schnell haben sich die gute Küche, die großzügigen Räumlichkeiten und die ansprechende Einrichtung einen Namen gemacht. Viele Feiern haben dort stattgefunden. Torsten Manikoswki, von der Immobiliengesellschaft St. Paul, der das Gebäude gehört, berichtet: „Durch die Nähe zur Autobahnkirche waren hier beispielsweise viele Hochzeiten, auch Kommunionen und Geburtstage. Durch Corona wurde für dieses Jahr sehr viel storniert und für Feiern im nächsten Jahr, waren die Menschen sehr zurückhaltend.“ Seit Januar 2019 hatten Matthias Kaiser und Sarah Larsen die Gastronomie gepachtet. Nach dem Corona-Lockdown haben sie am 13. Mai ihr Lokal wieder geöffnet und sich mit einer Grillkarte auf Gäste gefreut.Die kamen zögerlich, wie sie damals gegenüber dem Trierischen Volksfreund erklärten.  Es sei deutlich weniger Betrieb als „vor Corona“ und insgesamt „sehr verhalten und sehr ruhig“. Das führten sie auf Ängste der Menschen zurück. Doch diejenigen, die vorbeischauten, hielten sich vorbildlich an die Vorschriften, sagten sie damals. Am 24. September haben sie noch eine neue Speisekarte präsentiert und den Grill in den „Winterschlaf“ geschickt.

Zu den Gründen, aus denen sie jetzt ihr Geschäft aufgeben, wollten sie sich gegenüber dem TV nicht äußern. Ein Aufsteller vor dem Eingang des Biergartens und ein Zettel im Kasten der Speisekarte informiert die Besucher, dass das Restaurant geschlossen ist. Auf ihrer Seite in den sozialen Medien haben sie ihre Gäste wissen lassen: „Am vergangen Sonntag öffnete das Alte Missionshaus das letzte Mal seine Türen. Wir sind stolz darauf, was wir, als Team, in den vergangenen Monaten geleistet und geschaffen haben - doch die aktuelle Situation hat uns dazu gezwungen diesen Schritt zu gehen.“ Weiter schreiben sie: „Auch auf diesem Wege möchten wir allen Stammgästen, Freunden und vor allem unseren Familien, für deren Unterstützung danken.“ Die Immobiliengesellschaft St. Paul war von der Schließung, wie viele Gäste, überrascht. „Das ist noch ganz frisch. In der kommenden Woche wollen wir uns zusammensetzen. Während der Corona-Krise waren wir in Kontakt und haben bei der Miete Kompromisse gefunden“, wie Torsten Manikowsi erklärt. Er ergänzt: „Wir wissen noch nicht, wie es weitergeht, aber die Gastronomie soll bleiben.“