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Notbetreuung kaum gefragt

Bildung : Schulen weitgehend leer: Notbetreuung kaum gefragt

Nur wenige Kinder kamen gestern in die (geschlossenen) Schulen. Die Übermittlung der Hausaufgaben per Mail ist angelaufen.

Offenbar ist die Nachfrage nach Notbetreuungen in den Schulen eher gering. Wie das rheinland-pfälzische Bildungsministerium gestern mitteilte, wurden in 252 von insgesamt 1596 Schulen im Land  Kinder betreut. Insgesamt 731 Schülerinnen und Schüler hätten die Notbetreuung in Anspruch genommen.

Nach dem Beschluss der Landesregierung am Freitag, ab dieser Woche alle Kitas und Schulen zu schließen, um so eine Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat es massive Kritik der Träger gegeben, dass es zu wenig Zeit gegeben habe, die von Bildungs­ministerin Stefanie Hubig (SPD) zugesicherte Notbetreuung in allen Einrichtungen tatsächlich anbieten zu können. Zunächst hatten Träger geplant, nur vereinzelt solche Angebote zu schaffen.

Die Zahlen bekräftigten den Eindruck, dass mit dem Angebot der Notbetreuung von den Eltern „sehr umsichtig und verantwortungsvoll umgegangen“ werde, sagte ein Sprecher des Bildungsministeriums. Anspruch darauf haben nur Eltern, die ansonsten keine andere Möglichkeit haben, ihre Kinder betreuen zu lassen, und die in Berufen arbeiten, die für das öffentliche Leben unverzichtbar sind. Dazu zählt das Land Jobs im Gesundheitswesen, in der Pflege, bei Polizei, Feuerwehr, Ordnungsbehörden. Doch auch alleinerziehende Eltern, die arbeiten müssen, dürfen Söhne und Töchter in Kitas und Schulen abgeben. Genauso Väter und Mütter, die im Notfall keinen Betreuer für ihr Kind finden.

Bei den meisten weiterführenden Schulen scheint auch die Weitergabe von Unterrichtsmaterialien und Arbeitsaufträgen an die Schüler zu Hause angelaufen zu sein. Vereinzelt ist es wohl zu einer Überlastung der Internetseite gekommen, auf der entsprechende Materialien runtergeladen werden können. Oft sind die Aufgaben auch per Mail an die Schüler versendet werden.

Viele Busse in der Region fahren weiter nach Ferienfahrplan. In einigen Gebieten fahren die Busse nach regulärem Plan. Nach der Ankündigung der Landesregierung, ab dieser Woche Kitas und Schulen zu schließen, wurden die Fahrpläne entsprechend umgestellt. Laut Verkehrsverbund Region Trier (VRT) fahren folgende Unternehmen nach Ferienfahrplan: Meier, Fribus, Müller-Kylltal, Nikolaus Kirsch GmbH/Saargau Linie on Tour, Schönhofen&Schmitt, Stadtwerke Trier, Tempus Mobil, Walscheid Reisen. Nach regulärem Fahrplan fahren: Moselbahn, RMV/RMB und Robert Reisen (weitestgehend).