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Oberbürgermeister von Trier seit 1815: Die Vorgänger von Stadtoberhaupt Wolfram Leibe

Archiv : Triers Stadtoberhäupter seit 1815 (Fotos)

Seit 1815 haben die folgenden Oberbürgermeister der älteste Stadt Deutschlands vorgestanden.

Oberbürgermeister vor 1945

1815-1817 Anton Joseph Recking
1818-1839 Wilhelm von Haw
1841-1848 Franz Damian Görtz.
1849-1861 Franz Xaver Buß
1862-1904 Karl de Nys
1904-1927 Albert von Bruchhausen
1927-1933 Heinrich Weitz
1933-1938 Ludwig Christ
1938-1945 Dr. Konrad Gorges

Oberbürgermeister nach 1945

1945/46: Friedrich Breitbach (1897-1991). Der Kaufmann und Sektfabrikant wurde von der US-Militärverwaltung eingesetzt. Als Symbol des Neuanfangs und der Hoffnung arrangierte Breitbach am 29. Juni 1945, dem Festtag des Stadtpatrons St. Petrus, die Wiederaufstellung des Marktkreuzes.

1946 bis 1949: Heinrich Kemper (1888-1962, CDU). Der selbstständige Textilkaufmann zählte zu den Gründern der CDU Rheinland-Pfalz und gehörte nach seiner Zeit als Verwaltungschef in Trier bis 1957 dem Deutschen Bundestag an. 1958 erhielt er für seine Verdienste um Trier das Ehrensiegel der Stadt.

1949 bis 1963: Heinrich Raskin (1902-1990, CDU). Der gebürtige Kölner war Triers erster hauptamtlicher Verwaltungschef nach 1945 und wurde oft als „OB des Wiederaufbaus“ bezeichnet. Ein öffentlichkeitswirksamer Höhepunkt seiner Amtszeit war 1958 die 1000-Jahr-Feier auf dem Hauptmarkt.

1964 bis 1976: Josef Harnisch (1914-1982, CDU). In seine Amtszeit fielen die Fertigstellung der Mosel-Kanalisierung, die Wiedereröffnung der Universität, der Bau der Deutschen Richterakademie und der Konrad-Adenauer-Brücke, der Wiederaufbau der Steipe sowie die Eingemeindungen 1969.

1976 bis 1979: Carl-Ludwig Wagner (1930-2012, CDU). Geboren in Düsseldorf, Abitur am Friedrich-Wilhelm-Gymnasium, ab 1969 Bundestagsabgeordneter – dann holte ihn die CDU Trier zurück und machte ihn zum OB. Nach nur drei Jahren am Augustinerhof wurde Wagner in die Landesregierung berufen.

1979 bis 1989: Felix Zimmermann (1933-2014, CDU). Zimmermann und Triers 2000-Jahr-Feier – beides wird in einem Atemzug genannt. Der gebürtige Münchner, vormals Direktor der Stadtwerke Trier und Augsburg, gründete das Kulturzentrum Tuchfabrik und schloss Städtepartnerschaften mit Fort Worth und Weimar.

1989 bis 2007: Helmut Schröer (Jahrgang 1942, CDU). Der gebürtige Kölner galt schon zu Zimmermanns Zeiten als eigentlicher Macher im Rathaus. Schröer wurde 1998 erstmals in direkter Wahl im Amt bestätigt. Als großes Gemeinschaftsverdienst (mit Baudezernent Peter Dietze, SPD) gilt die erfolgreiche Konversion einschließlich Gartenschau 2004.

2007 bis 2015: Klaus Jensen (Jahrgang 1952, SPD). Triers erster Nachkriegs-OB mit SPD-Parteibuch kehrte als ehemaliger Staatssekretär ins Rathaus zurück, wo er bereits in den 1970er Jahren als Sozialplaner tätig war. Drei Arbeitsschwerpunkte: Fortführung der Verwaltungsreform sowie Profilierung Triers als Zentrum für Gesundheitswirtschaft und Logistik.

Seit 2015: Wolfram Leibe (Jahrgang 1960, SPD). Der derzeitige Amtsinhaber setzte sich 2014 in einer Stichwahl durch. Er tritt bei der nächsten Oberbürgermeisterwahl 2022 erneut an.

(Hinweis: Aktualisierter Beitrag aus unserem Archiv)

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