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Zehn Jahre First Responder im Kreis Vulkaneifel

Rettungswesen : Von einer guten Idee zur tragenden Säule für den Notfall

Zehn Jahre First Responder: Sie stehen im Kreis Vulkaneifel rund um die Uhr als „nebenberufliche Lebensretter“ bereit.

(red/sts) Obwohl das Rettungsdienstsystem schon gut ausgebaut ist, vergehen bis zur Ankunft des Rettungswagens oft wertvolle Minuten, die für Patienten lebensentscheidend sein können. Je schneller qualifizierte Maßnahmen vorgenommen werden, desto günstiger ist der Heilungsablauf.

First Responder (englisch: zuerst Antwortende) sind ausgebildete Ersthelfer und verkürzen genau dieses „therapiefreie Intervall“ zwischen Eintreten des Notfalls und der ersten medizinischen Versorgung und sind ein wichtiges zusätzliches Glied in der Rettungskette bis zum Eintreffen von Rettungsdienst oder Notarzt.

Der DRK-Kreisverband Vulkaneifel  hat in Zusammenarbeit mit seinen Ortsvereinen ein First Responder-System in vielen Gemeinden des Kreises Vulkaneifel mit einer entsprechenden Ausbildung und jährlichen Fortbildungen etabliert.

„Der Ausgangspunkt war damals für uns der Gedanke, wie man im Notfall wertvolle Zeit gewinnen und eine schnellstmögliche Erstversorgung ermöglichen kann,“ erinnert sich Malte Möbius, der vor zehn Jahren der erste First Responder im DRK-Kreisverband  war – und erfüllt diese wichtige Aufgabe bis heute. Aber er ist natürlich nicht mehr allein, denn inzwischen haben 164 Freiwillige die Ausbildung absolviert und stehen in der Region rund um die Uhr als „nebenberufliche Lebensretter“ zur Verfügung.

Die letzte Ausbildung im Juni haben 20 Teilnehmer erfolgreich abgeschlossen, und 2021 wird der nächste Lehrgang stattfinden. In der insgesamt 92-stündigen Ausbildung (64 Stunden Sanitätsdienst-Ausbildung und 28 Stunden First Responder Fachlehrgang) zum First Responder wurden den Lehrgangsteilnehmern Grundlagen der erweiterten Ersten Hilfe vermittelt.

Dazu zählen unter anderem Themen wie Herz-Lungen-Wiederbelebung, Defibrillation, Einsatztaktik, Grundlagen der Anatomie, Lagerungsarten und noch vieles mehr. In Fallbeispielen wird das vermittelte Fachwissen und der Umgang mit dem Patienten nochmals vertieft. Mit dieser Ausbildung ist eine gute Grundlage gelegt, um die schnelle Erste Hilfe in Notfällen überall im Kreis Vulkaneifel noch weiter zu verbessern.

Und diese wichtige Arbeit ist aktuell auch wieder aufgenommen worden: Nachdem wegen der Coronalage die First Responder ihren Dienst zum Schutz der Helfer vor einer Covid-19-Infektion einstellen mussten, können inzwischen die Ehrenamtler ihrer Tätigkeit wieder gut geschützt nachgehen. Sie sind alle mit einer zusätzlichen Schutzausrüstung ausgestattet worden, die aus Overalls, Faceshield, FFP2 Masken und speziell auf die Situation abgestimmte Desinfektionsmittel besteht.