Zuversicht und Hoffnung

In der Tabelle der Fußball-Bezirksliga West haben die Clubs aus Traben-Trarbach und Buchholz den Blick nach unten gerichtet. In beiden Lagern ist man aber zuversichlich, die Klassentauglichkeit beweisen zu können.

Traben-Trarbach/Manderscheid. Vorweihnachtliche Ruhe ist bei der SG Traben-Trarbach auch nach der abrupten Einstellung des Spielbetriebes nicht eingekehrt. Was sich schon länger andeutete, wurde in der zweiten Dezember-Woche Realität: Wie berichtet, stellte Trainer Thorsten Hieke sein Traineramt beim aktuellen Tabellensechzehnten zur Verfügung und machte den Weg frei - für die dem neuen Coach Dieter Kaiser anvertraute Rettungsaktion (TV vom Montag).

"Thorsten ist aus persönlichen Gründen zurückgetreten; es gibt zwischen ihm und dem Vorstand keine Spannungen. Im Gegenteil: Thorsten Hieke bleibt unser Jugendleiter", beteuert SG-Vorstand Gerd Schon die einvernehmliche Lösung im Interesse der Mannschaft. "Die beiden Aufstiege in unmittelbarer Folge haben uns viel Kraft gekostet. Wir sind erfolgreich gestartet und haben im Rheinlandpokal sogar den Rheinlandligisten FSV Tarforst ausgeschaltet. In den letzten Spielen sind wir dann durch Verletzungsprobleme und Defizite im disziplinarischen Bereich ins untere Viertel der Tabelle abgerutscht", sagte Hieke. "Wir sind noch nicht zu einem Team zusammengewachsen; wir müssen mannschaftlich geschlossener auftreten", heißt es vom SG-Vorstand.

Schützenhilfe soll der neue Trainer Dieter Kaiser von "Co" Johann Iancu und weiteren Neuzugängen erhalten. In trockenen Tüchern ist bereits die Verpflichtung von Alex Balota, der bereits in Leiwen und Salmrohr spielte. Ein weiterer Stürmer soll aus der A-Liga kommen, den Namen will man erst bekannt geben, wenn der Wechsel spruchreif ist. Am 9. Januar beginnt die Vorbereitung auf die Rückrunde, getestet wird am 16. Januar beim Veltins-Cup in Schweich (siehe Artikel rechts) und in weiteren Vorbereitungsspielen gegen Dörbach, Zell, Ellscheid und Wittlich.

Noch eine Treppe tiefer im Tabellenkeller ist die SG Buchholz angesiedelt, die auf dem vorletzten Platz überwintern muss. "Das Tabellenbild gibt den Zufriedenheitsstand wieder. Wir hatten vor Saisonbeginn andere Ziele, die Gründe für die schwache Hinrunde sind vielfältig", löst Trainer Fred Stolz die höchste Alarmstufe aus. Dabei ist der Kampf um den Klassenerhalt in der Vulkaneifel schon Routine. Im vergangenen Jahr standen die Buchholzer schon als Absteiger fest, blieben aber durch die Generalamnestie einer großzügigen Abstiegsregelung vom Gang in die A-Liga verschont.

"Wir waren gefühlt schon abgestiegen. In dieser Saison wollten wir alles besser machen. Es gab auch Phasen, wo wir gepunktet haben. Enormes Verletzungspech hat uns aber wieder zurückgeworfen", sagt Stolz, der mit den gleichen Problemen wie sein nach Lüxem abgewanderter Vorgänger Frank Meeth zu kämpfen hat. Die Situation wird sich auch nach der Winterpause kaum verbessern, zumal voraussichtlich keine Neuzugänge kommen. "Neue Leute zu verpflichten ist nicht einfach. Wir bleiben aber am Ball und führen weitere Gespräche", vertraut Stolz in erster Line auf den vorhandenen Kader, der durch die Rückkehr verletzter Spieler aufgefrischt werden soll.

"Wenn wir im neuen Jahr von weiterem Verletzungspech verschont bleiben, können wir es schaffen. Wir müssen einen Schnitt machen, die Hinrunde zum alten Müll legen und mit Zuversicht und Elan in die Rückrunde starten."

Am 8. Janaur bittet Stolz zum Vorbereitungsstart, am 13. Februar soll es dann gegen Lüxem, den Verein von Ex-Coach Meeth, losgehen. Eventuell soll schon eine Woche früher gestartet werden, wenn die Nachholpartie gegen Baustert dann angesetzt wird.

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