Das Tor zum Klassenerhalt steht für die Miezen nun weit offen

Das Tor zum Klassenerhalt steht für die Miezen nun weit offen

Der erste Auswärtssieg seit fast 16 Monaten, der erste Doppelerfolg nach 33 Monaten - die Trierer Handball-Miezen haben mit dem 27:23 in Bensheim ihre Ausgangslage im Bundesliga-Abstiegskampf erheblich verbessert.

Trier/Bensheim. Spielführerin Megane Vallet ist die dienstälteste Mieze, spielt seit 2007 in Trier, dennoch musste die Französin nach dem 27:23-Sieg der MJC bei der HSG Bensheim/Auerbach erst lange überlegen und dann passen: "Nein, ich weiß wirklich nicht, wann wir zuletzt zweimal hintereinander gewonnen haben." Nur 48 Stunden nach dem 29:27-Heimerfolg gegen die Vulkanladies Koblenz/Weibern glückte den Miezen beim Tabellenschlusslicht ein möglicherweise vorentscheidender Schritt in Richtung Klassenerhalt.
Ein Blick in die Statistik zeigt: Es war der erste MJC-Doppelschlag seit März 2011, als mit zwei Erfolgen an den beiden letzten Spieltagen in Rosengarten und gegen Frankfurt/Oder der Klassenerhalt perfekt gemacht wurde. Zudem war der verdiente Erfolg in Bensheim am Montag der erste Auswärtssieg der MJC seit dem 8. September 2012 (29:28 bei den Tussies Metzingen).
Mit sechs Zählern liegt die MJC nun sogar näher am Drittletzten als man vor dem Schlusslicht (zwei Punkte) platziert ist. Am Saisonende steigt eine Mannschaft aus der Bundesliga ab - dieser Absteiger wird allerdings erst in einer Play-down-Runde von März bis Mai ermittelt, in die die sechs beteiligten Mannschaften die Punkte aus der Normalrunde allerdings mitnehmen.
"Das war ein Traumstart in die Rückrunde. Und nun bin ich mir sicher, dass wir noch mehr Punkte holen können. Es war ein Erfolg des Teamgeists und des Kollektivs", lobte Vallet. Aus diesem Kollektiv ragte eine Spielerin aber heraus: Neuzugang Franziska Garcia-Almendaris. Vor allem, als Trier in der zweiten Hälfte hinten lag, sorgte sie für Ruhe, Tore und die Entscheidung. Ihre Treffer sowie Anspiele in den letzten 21 Minuten waren entscheidend dafür, dass die Miezen mit einer finalen 10:6-Serie aus einem 15:17 ein 27:23 machten. "Genau so eine Spielerin wie Franzi haben wir gebraucht", lobte auch Co-Trainerin Jana Arnosova. Bereits am Samstag geht es gegen Rekordmeister HC Leipzig in der Arena weiter - und nach zwei Siegen können die Miezen ohne jeden Druck auflaufen. BP

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