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Erstes Wiedersehen nach 13 Jahren im ersten Heimspiel der Saison

Erstes Wiedersehen nach 13 Jahren im ersten Heimspiel der Saison

Wegweisendes Duell für den weiteren Saisonverlauf: Im ersten Heimspiel der Saison treffen die Trierer Handball-Miezen heute (19.30 Uhr) auf den Aufsteiger HSG Bensheim/Auerbach - es muss gepunktet werden.

Trier. Es war im April des Jahres 2000, als die Trierer Miezen und die HSG Bensheim/Auerbach zuletzt aufeinandertrafen - und es endete in einer riesigen Jubelorgie. Mit dem Sieg an der Bergstraße machte die DJK/MJC Trier den Aufstieg in die Bundesliga perfekt - und ist seitdem (wenn auch glücklich) im Oberhaus vertreten. Die HSG musste genau jene 13 Jahre warten, bis ihnen nach mehreren Anläufen endlich der Aufstieg gelang, als Vizemeister der 2. Liga. Und nun haben beide Mannschaften nur ein Saisonziel: Klassenerhalt. Damit sind die Parallelen aber noch nicht ausgeschöpft. Sowohl Bensheim als auch Trier hielten am ersten Spieltag bis jeweils zum 12:12 mit, gerieten dann aber mächtig unter die Räder. Die Miezen verloren bei den Vulkanladies in Koblenz mit 20:30, Bensheim wurde zu Hause vom Meisterschaftsfavoriten Leipzig mit 28:19 überrollt. Daher ist die heutige Partie (Anwurf 19.30 Uhr, Arena) - das erste Heimspiel der Miezen in der neuen Saison - auch schon für beide Konkurrenten absolut wegweisend. "Nur nicht verlieren, sondern mit der Unterstützung der Fans die ersten Punkte einfahren", lautet das Motto von MJC-Rückkehrerin Katrin Schneider, die auf ihre langjährige Mitbewohnerin im MJC-Internat und frühere Mannschaftskameradin Kathrin Groetzki trifft, die seit 2011 für die HSG aufläuft. Sie steht für das Konzept der "Flames", mit jungen deutschen Spielerinnen zu Erfolgen zu kommen. Das Durchschnittsalter beträgt 22,7 Jahre, zahlreiche Juniorennationalspielerinnen stehen im Kader. "An einem guten Tag können wir mit Trier auf Augenhöhe sein", sagt Trainer Thorsten Schmidt. Und seine Trierer Pendants Cristina Cabeza und Jana Arnosova haben am Montag eine "kurze, aber intensive" Aufarbeitung der Partie in Koblenz gemacht. "Es ist alles gesagt, wir schauen nur nach vorn", berichtet Arnosova, die Bensheim als eine Mannschaft einschätzt, die "aggressiv verteidigt und mit Tempo nach vorne spielt" - genau also das, was sich die Miezen erhoffen. Ob Kreisläuferin Andrea Czanik nach ihrer Knieverletzung vom Spiel in Koblenz auflaufen kann, ist noch fraglich. BPDJK/MJC Trier (Kader): Flöck, Kockler - Pilmayer, Derbach, Schneider, Irsch, Adeberg, Cabeza, Mohr, Kroyer, Vallet, Solic, Czanik (?)