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Junge Läufer am schnellsten am Konzer Wurzelweg

Junge Läufer am schnellsten am Konzer Wurzelweg

Während Tina Wessely über zehn und Birthe Hilmes über 15 Kilometer ihre Vorjahressiege beim Konzer Wurzelweglauf wiederholten, gab es bei den Männern mit Thomas Persch und Andreas Theobald neue Sieger.

 Schnellster über zwei Kilometer: Maximilian Fuchs vom Wittlicher TV.
Schnellster über zwei Kilometer: Maximilian Fuchs vom Wittlicher TV. Foto: Holger Teusch
 Der Gleichgewichtssinn war auf den rutschigen Streckenabschnitten gefragt.
Der Gleichgewichtssinn war auf den rutschigen Streckenabschnitten gefragt. Foto: Holger Teusch
 Der 20-jährige Andreas Theobald vom Post-SV Trier (vorn) siegte über 15 Kilometer vor Dietmar Bier (Trierer Stadtlauf e.V., Startnummer 400) und Dominik von Wirth (TG Konz), die sich 2012 den Sieg geteilt hatten.
Der 20-jährige Andreas Theobald vom Post-SV Trier (vorn) siegte über 15 Kilometer vor Dietmar Bier (Trierer Stadtlauf e.V., Startnummer 400) und Dominik von Wirth (TG Konz), die sich 2012 den Sieg geteilt hatten. Foto: Holger Teusch

Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Konz brachte die Bedingungen beim ältesten Volkslauf der Region auf den Punkt: "Wie Schmierseife", sagte Karl-Heinz Frieden, als er gestern auf dem Wurzelweg vergeblich nach festem Untergrund suchte.

Viel Seife benötigten die 297 Läufer und Walker nach den Rennen, um den Dreck wieder von den Beinen zu waschen. Von den Schuhen im Einheitsbraun ganz zu schweigen. Auf dem großteils morastigen Untergrund bewährten sich Geländelaufschuhe.

Andreas Theobald verzichtete aber auf Spezialschuhe und lief in Straßenwettkampfschuhen zum Sieg über 15 Kilometer. "Ich bin ganz schön weggerutscht", gestand der 20-Jährige vom Post-SV Trier (PST). Nach elf Kilometern löste er sich trotzdem von Dietmar Bier (Trierer Stadtlauf e.V.) und Dominik von Wirth (TG Konz). Diese hatten sich vor Jahresfrist den Sieg geteilt. Diesmal kämpfte jeder für sich um die beste Platzierung. Theobald, der nach der Herbstpause gerade erst wieder ins Training eingestiegen ist, siegte in 56:59 Minuten. Mastersieger (ab 40 Jahre) Bier (57:14) ließ den Lokalmatadoren von Wirth (57:48) ebenfalls deutlich hinter sich.

Bei den Frauen wiederholte Birthe Hilmes ihren Vorjahressieg. "Ich bin ganz entspannt gelaufen", versicherte die 39-Jährige von der LG Meulenwald Föhren. Trotzdem bewältigte sie den 15-Kilometer-Parcours in 1:06:23 Stunden und damit mehr als eineinhalb Minuten schneller als 2012 bei leichteren Bedingungen. Auf dem zweiten Platz folgte Yvonne Jungblut vom Lauftreff Schweich. Die 36 Jahre alte ehemalige westdeutsche Halbmarathonmeisterin, die sich im Sommer eine Fußverletzung zugezogen hatte, begnügte sich in 1:07:58 Stunden mit einem Tempodauerlauf. Zwischen sie und ihre Vereinskollegin Claudia Flesch (1:12:01) schob sich die Luxemburgerin Tatiana Quesada in 1:08:19 Stunden auf den dritten Platz.

Wie über 15 Kilometer gab es auch beim traditionellen "Zehner" einen jungen, sogar noch jüngeren Sieger. Der 17-jährige Thomas Persch dürfte der jüngste Wurzelweglauf-Sieger in der Geschichte des ältesten Volkslaufs der Region sein. Der Gymnasiast setzte sich in 38:51 Minuten gegen Joscha Grüger (LG Meulenwald Föhren/39:17) durch. Dass die Konkurrenz diesmal stärker war, als in den vergangenen Jahren, zeigt, dass Alwin Nolles (ebenfalls LG Meulenwald Föhren) bei seinen Siegen 2011 und 2012 langsamer war, als bei seinem dritten Platz diesmal.

Wie Hilmes über 15 Kilometer wiederholte auch Tina Wessely (Spiridon Hochwald) über zehn Kilometer ihren Vorjahressieg. Es war der vierte für die Läuferin von Spiridon Hochwald seit 2008. Es dauerte mehr als sechs Minuten, bis mit Diana Seer vom SV Westum in 50:50 Minuten die Zweitplatzierte folgte. Mit dem dritten Platz von Ute Kleinert in 51:52 Minuten war die LG Meulenwald Föhren der Verein mit den meisten Podiumsplatzierungen in den beiden Hauptläufen (vier).