200 Kilometer (für) Menschlichkeit

Was treibt Läufer an? Beim Hospizlauf von Koblenz nach Trier, der am ersten Juli-Wochenende zum zwölften Mal stattfindet, ist eine Motivationsquelle die Menschlichkeit: das gute Miteinander der Teilnehmer und vor allem auch die Hilfe für das Trierer Hospiz.

Die Hospizidee ins Bewusstsein zu rufen und auf dem fast 200 Kilometer langen Weg Spenden für die Arbeit mit sterbenskranken Menschen zu sammeln, stehen seit 2004 im Mittelpunkt der Aktion. Rund 23 000 Euro kamen so im vergangenen Jahr zusammen.
Mitmachen kann beim Hospizlauf jeder, egal ob ein Kilometer oder die komplette Strecke (was in den vergangenen Jahren allerdings niemand schaffte) mitgelaufen wird oder als Fan oder Helfer am Streckenrand. Das Tempo von etwa 6:30 Minuten pro Kilometer wird vorgegeben. Schneller darf niemand rennen, denn der Hospizlauf ist kein Wettkampf, sondern ein Gruppenlauf.
Ein besonderes Erlebnis verspricht die Bewältigung der Distanz innerhalb von 24 Stunden mit Freunden und Bekannten, die sich so abwechseln. "Im letzten Jahr waren es so sieben Staffeln", erklärt Ralf Haas vom Hospizlauf-Koordinationsteam und ergänzt, dass noch mehr Mannschaften teilnehmen könnten. Mit zuletzt insgesamt 500 Teilnehmern ist die Organisation eine Herausforderung. Dabei gilt grundsätzlich das Motto: Jeder Läufer ist für sich selbst verantwortlich, für die Verpflegung, vor allem für den Rücktransport zu seinem Startpunkt. Die gute Stimmung unter den Läufern und im Begleittross ist dagegen Gemeinschaftssache.
Weitere Informationen im Laufportal des Trierischen Volksfreunds: www. hospiz-lauf.de