Meine Hilfe zählt: Endlich in den eigenen vier Wänden

Meine Hilfe zählt: Endlich in den eigenen vier Wänden

Elena, Katrin, Christian, Manuel, Stefan und Tobias: Sie sind die wohl bekannteste Wohngemeinschaft in Trier und Umgebung. Das integrative Wohnprojekt des Vereins Smile entwickelt sich prächtig - und hofft auf weitere Unterstützung. Im letzten Jahr gehörte das Sextett aus Trier-Heiligkreuz zu den beliebtesten und bekanntesten Projekten der Aktion "Meine Hilfe zählt":

Trier. Das Sextett, das sind sechs junge Leute zwischen 20 und 30 Jahren, die sich trotz Behinderung den Lebenstraum erfüllen wollten, eigenständig in einer Wohngemeinschaft zu leben, statt ewig im Elternhaus zu bleiben.
Der Verein "Selbstständig miteinander leben", kurz Smile, schaffte den notwendigen Rahmen. Ein geeignetes Haus wurde gefunden, mit Platz für sechs junge Erwachsene und drei nicht-behinderte Mitbewohner. Aber es fehlte ein Fahrstuhl, ohne den beispielsweise die mehrfach behinderte Elena nicht hätte einziehen können.
Fast 10 000 Euro wurden gespendet, der Fahrstuhl konnte gebaut und die Einrichtung für eine gemeinsame Waschküche angeschafft werden. Den ganzen Sommer über wurde behindertengerecht umgebaut, und am 1. November war der große Tag: Die neun Bewohner konnten endlich ihre WG beziehen.
Nach den ersten sechs Wochen fällt das Fazit positiv aus: "Wir sind wie eine Familie", sagt Stefan. "Na ja, eine Familie in Anführungszeichen", korrigiert Katrin, "schließlich hat jeder noch seine eigene Familie". Die sieht man allerdings jetzt in der Regel nur noch am Wochenende. Werktags arbeiten die meisten WG-Bewohner in der Lebenshilfe-Werkstatt.
Punkt 18 Uhr trifft man sich zum gemeinsamen Abendessen. Am Sonntagabend, wenn alle vom Familien-Wochenende zurück sind, tagt das WG-Parlament. Da wird über gemeinsame Anschaffungen entschieden, über Essenspläne und andere Fragen, die alle betreffen.
Die Hausarbeit wird geteilt. "Generell sind da alle sehr fleißig", lobt Pädagogin Steffi, die als hauptamtliche Kraft dafür sorgt, dass alles rund läuft. Zum Team, das mit im Haus wohnt, gehört auch die Studentin Julia. "Unser blonder Engel", sagt Stefan. Dass sie im Zuge ihres Studiums die Uni wechselt und bald aus Trier weggeht, liegt den WG-Bewohnern ziemlich im Magen.
Doch sonst läuft der Laden. Alfred Hohmann vom Verein Smile hofft auf dauerhafte Förderzusagen für den "Normalbetrieb". Aber wenn es um besondere Beschaffungen geht, ist man nach wie vor auf Spenden angewiesen.
Ganz oben auf der Wunschliste steht ein Kleinbus, der es erlauben würde, mit allen Bewohnern gemeinsame Aktivitäten zu starten. Wenn man jetzt zum Logopäden fährt oder in der Freizeit gemeinsam zum TBB oder den Miezen will, wird das jedes Mal zum Problem. Ausflüge, Kino, Bowling: Was für junge Leute sonst selbstverständliche Freizeitgestaltung ist, wird für behinderte Menschen ohne Führerschein zur schwierigen Hürde. Dabei sind gemeinsame Touren wie kürzlich zum Weihnachtsmarkt wichtig für die junge Wohngemeinschaft.
Die "Aktion Mensch" findet die Idee von Smile so gut, dass sie einen beachtlichen Teil der Fahrzeug-Finanzierung übernimmt. Aber ein Eigenanteil von fast 9000 Euro muss aufgebracht werden. Zwei Drittel sind bei "Meine Hilfe zählt" schon fast beisammen.
Projektnummer: 7667
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volksfreund.de/meinehilfe

Extra

Per Banküberweisung an "Meine Hilfe zählt". Konto 220012 bei der Sparkasse Trier (BLZ 58550130) oder Konto 191919 bei der Volksbank Trier (BLZ 58560103). Im Verwendungszweck bitte unbedingt die vierstellige Projektnummer angeben, damit Ihre Spende auch dem richtigen Zweck zugeordnet werden kann. Spenden ohne Projektangabe fließen in einen gemeinsamen Topf, der unter allen Initiativen verteilt wird. Falls Veröffentlichung des Spendernamens im TV gewünscht, bitte ein "X" eintragen. Bis 200 Euro wird der Einzahlungsbeleg als Spendenquittung anerkannt. Hat ein Projekt bereits vor Buchung der Spende genügend Geld zur Realisierung, kommt der Beitrag anderen "Meine Hilfe zählt"-Projekten zugute. Online: Unter volksfreund.de/meinehilfe Projekt auswählen, Spendenbutton anklicken und die abgefragten Daten eingeben. Jede Spende wird zu 100 Prozent weitergeleitet. Der TV übernimmt die Transferkosten. DiL