POLITIK

Zur Regierungsumbildung:

Wau, jetzt hat Malu Dreyer etwas getan, was sie schon am Anfang ihres Amtes hätte tun sollen, nämlich das "faule Obst" aussortieren, aber damit hat die SPD, auch auf Bundesebene, große Probleme. Leider hatte Frau Dreyer nicht den Mut oder die Macht, Innenminister Lewentz ebenfalls zu verabschieden. Da die SPD sich seit der Ära Schröder in weiten Teilen von der Sozialdemokratie verabschiedet hat, dümpelt sie bei 20 bis 25 Prozent herum. Die größte Dummheit begeht die SPD gerade damit, den Hauptverursacher des Nürburgring-Desasters, nämlich Kurt Beck, für die Wahl einzuspannen (ein Schildbürgerstreich), was Julia Klöckner wahrscheinlich mit großem Erstaunen zur Kenntnis genommen hat. Aber mal ehrlich, diese Frau Klöckner kann einem ganz schön auf den Wecker gehen. Ihr Wunsch, auf den Sessel von Frau Dreyer zu kommen, nimmt seltsame Züge an. Kaum ein Mikrofon ist mehr sicher vor dieser Frau, und immer wieder dieselbe Leier: Nürburgring, Rücktrittsforderungen, Neuwahl. Sie sollte aber vorsichtig sein, denn wenn man mit dem Finger auf jemanden zeigt, zeigen immer drei Finger auf einen selbst; auch die CDU ist in den letzten Jahren nicht gerade durch einwandfreies moralisches Handeln aufgefallen. Richtig ist, es sollte alles aufgearbeitet und rechtlich geklärt werden, was aber Wunschdenken bleiben wird (siehe auch die Spendenaffäre der CDU und von Helmut Kohl). Reinhold Ritter, Irsch