Lnadwirtschaft: Vollkommen unverständlich

Lnadwirtschaft : Vollkommen unverständlich

Zum Artikel „Bauernprotest in Berlin“ (TV vom 28. November) schreibt Ulrike Möhn:

Die Bauern stellen die verkehrten Forderungen. Bei einem „Weiter so“ müsste doch jedem Landwirt klar sein, dass es damit keine Zukunft gibt! Keine Zukunft für ihren eigenen Berufsstand und keine Zukunft für einen Planeten, der weiterhin von Menschen bewohnbar sein sollte.

Die Kacke ist sprichwörtlich am Dampfen nach unzähligen unfähigen CDU-CSU-Landwirtschaftsministern, Bauernpräsidenten und Funktionären, die jahrzehntelang die Parole „Wachse oder weiche“ ausgegeben haben – und die Bauern sind darauf hereingefallen. Umdenken ist das Gebot der Stunde!

Subventionen für große Blühstreifen, um die Artenvielfalt an Insekten und Vögeln zu erhalten. Subventionen, um den Bestand zu Tode gequälter, Antibiotika verseuchter Nutztiere zu verringern – würde auch die Krankenkassen entlasten. Subventionen für den Verzicht auf Pestizide, Herbizide und Insektizide. Keine Subventionen mehr für industrielle Großagrarbetriebe und industrielle, qualvolle Massentierhaltung. Vielleicht sollten die Bauern mal den Aufstand proben gegen ihre Verbandsfunktionäre, die sie vor Jahren in diesen ruinösen Preiskampf getrieben haben, und gegen die Discounter. Da wäre der Protest an der richtigen Stelle!

Ulrike Möhn, Wittlich