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zum Thema Gewerbegebiet Maring-Noviand schreibt Norbert Klippel

Gewerbegebiet : Keineswegs eine starre Haltung

Infrastruktur

Zu den kürzlich erschienen Leserbriefen zum Thema Gewerbegebiet Maring-Noviand schrieb uns Norbert Klippel:

Anbei ein paar Infos, um die in den beiden Leserbriefen getroffenen Aussagen besser einordnen zu können: Es ist schon interessant, dass nur zwei Familien einen Angriff auf die Gemeinderatsmehrheit starteten. Es war schon auffallend, dass die erwähnten 300 kritischen Stellungnahmen zu einem nicht unerheblichem Umfang fast wort- und inhaltsgleich waren, und viele von ihnen stammten vermutlich aus ein und derselben Quelle. Diese Einwände wurden allesamt, wie das rechtlich vorgeschrieben ist, inhaltlich auf ihre Stichhaltigkeit geprüft und bewertet. Genau dies führt zum Beispiel dazu, dass die ursprünglich geplante Fläche erheblich reduziert wurde, jedoch nicht zur Aufgabe der Planung. Das nennt man „Offenheit für die Belange der Bürger“ und kein starres Festhalten an einmal geplanten Änderungen. Eine solche Haltung jedoch sollte man den Gegnern des Gewerbegebietes ebenfalls unterstellen. Obwohl man ihren Wünschen bereits entgegengekommen ist und die Flächen verringert wurden, hält man an dem „Kein Gewerbegebiet!“ starr fest.

Wer die Verhältnisse im Ort kennt, weiß, dass man bei Weitem nicht von einer deutlichen Abwahl der Gemeindegebietsbefürworter sprechen kann. Vielmehr sind diese, bei glasklarer Positionierung vor den Wahlen für das Gewerbegebiet, mit drei Sitzen mehrheitlich von der Bevölkerung in den Rat gewählt worden. Man kann also mit Fug und Recht sagen, dass nicht eine Onlinebefragung, mit Teilnehmern aus dem ganzen Bundesgebiet, sondern eine ordentliche Wahl der Ortsbevölkerung als Abstimmung für oder gegen das Gewerbegebiet gewertet werden kann.

Tatsache ist, dass das Verfahren bereits seit Anfang 2019 läuft. Bei diesen Zeitabläufen aber im Jahr 2021 dann von „Schnellschusslösungen“ zu sprechen, wenn man fordert, dass es endlich weitergeht, kann wohl nur damit erklärt werden, dass es ihr ganz recht ist, dass es so schleppend weiter geht.

Soll sich jeder selbst Gedanken dazu machen, was er davon halten will.