Rückblende

Diese Woche in Düsseldorf. Wir saßen beim Italiener bei Pasta und Rotwein. "Und Sie kommen also aus Luxemburg?", strahlte mich meine Tischnachbarin an. Sie kenne noch einen anderen Luxemburger, die Sprache sei ja so toll.

Ich sagte: "Nein, ich bin nicht von dort, aber ich arbeite da." Ihr Strahlen blieb, doch sie sah mich fragend an. "Luxemburgisch kann ich aber auch", schob ich schnell hinterher. Und dann ging es los. So konnte ich den ganzen Abend lang erzählen, was für ein tolles Land dieses Luxemburg doch ist. Alle sind reich, Kriminelle gibt's nicht und das Schlaraffenland ist ein Armenhaus gegen Luxemburg - so ungefähr war die gängige Meinung am Tisch. Zwei Stunden später hatte ich die Verhältnisse geklärt. Es gibt Arbeitslose, sozial Benachteiligte, Armut. Tja, man glaubt es kaum - aber so ist es. Luxemburg, ein normales Land! Und das Schlaraffenland? Das ist in meinem Dorf bei Trier. Dort macht demnächst eine Gaststätte mit diesem Namen auf. Mal sehen, ob der Laden dem gerecht wird ...