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Die Pläne für ein Autokino auf dem Bitburger Flugplatz sind gescheitert

Finanzielles Risiko zu hoch : Die Pläne für ein Autokino auf dem Bitburger Flugplatz sind gescheitert

Die Chancen für ein Autokino auf dem Flugplatz Bitburg stehen ganz schlecht. Das Unternehmen Schneider Promotion & Transport GmbH in Speicher ist jedenfalls raus aus diesem Projekt, weil das finanzielle Risiko dann doch zu groß erschien.

Schneider Promotion hätte das Risiko allein tragen müssen, da sich sonst kein Teilhaber gefunden hatte (der Volksfreund berichtete).

Promotion-Mitarbeiter Timo Brill, der mit „Herzblut“ an dem Konzept gearbeitet hat, ist immer noch geknickt und findet das Aus für das Autokino „jammerschade“. Gleichzeitig sieht er auch die Gefahr, dass ein Unternehmen mit dieser Veranstaltungsart auch viel Geld verlieren kann.

Gedacht waren neben dem klassischen „Film ab“ auch Konzerte mit regionalen und überregionalen Bands. „Brings und Kasalla hätten wir leicht für Auftritte gewinnen können“, sagt Brill auf TV-Anfrage. Auch mit dem Komiker Oliver Pocher sei er im Gespräch gewesen. Dabei sei dessen Gage-Forderung allerdings gestiegen, und es hätten 750 Autos auffahren müssen, um das finanzieren zu können. Aus Platzgründen seien aber nur 350 PKW möglich, so Brill. Auch die Agentur von Heino hätte Interesse an einem Auftritt in Bitburg gezeigt.

In Sachen Filmverleih gebe es aber auch Probleme derzeit. „Filmverleiher vergeben keine Lizenzen mehr , an neue Filme ist nicht mehr ranzukommen“, sagt Brill.

Das Projekt Autokino Bitburg war auf mehrere Veranstaltungstage und über einen längeren Zeitraum ausgelegt. Die Stadt Bitburg hatte eine Fläche auf dem Flugplatz zur Verfügung gestellt und stand hinter dem Projekt.

Nun gibt es Autokinos in Trier, Daun, Prüm und demnächst in Wittlich – nur nicht in Bitburg. Auch aus städtischer Sicht sei es sehr bedauerlich, teilt Stadtpressesprecher Werner Krämer auf Anfrage mit.
„Mein Dank geht an Herrn Brill von Schneider Promotion, der sich hier sehr engagiert hat. Leider kam die angedachte, sehr professionelle Lösung nicht zum Tragen“, formuliert es Bitburgs Bürgermeister Joachim Kandels.

(ma)