Dorfentwicklung: Pellingen will weiter wachsen

Dorfentwicklung : Pellingen will weiter wachsen

Gleich zwei neue Wohngebiete beschäftigen derzeit den Ort, der wegen der seiner Nähe zu Trier bei Bauherren gefragt ist. Die Alteingesessenen versprechen sich von den Neuzugängen positive Effekte.

Ein fast fertiges und ein geplantes Neubaugebiet hat Ortsbürgermeister Wolfgang Willems auf der Tagesordnung der jüngsten Sitzung des Pellinger Ortsgemeinderates gesetzt. Im Höthkopf-Stückelgrube wird der zweite Bauabschnitt mit dem Endausbau seinen endgültige Ausführung von Fahrbahn, Gehwegen und Bepflanzung bekommen. Bei Südlich Lafeld ging es um die Wahl zwischen zwei Varianten, von denen eine zur Ausbauplanung führen soll.

Planer Stefan Wittek vom Büro Deges und Bah aus Trier erklärte, wie 480 Meter Erschließungsstraße plus drei Stichstraßen im Höthkopf-Stückelgrube künftig aussehen werden. Sechseinhalb Meter ist die Straße insgesamt breit, einschließlich der Gehwege von 1,5 Metern. Fußwege müssen daran noch angeschlossen werden. Die Stichstraßen bekommen keinen Gehweg.

„Die Entwässerung wird noch verbessert, indem die Abläufe in kürzeren Abständen installiert werden“, versicherte der Planer. Redebedarf mit den Anliegern sieht Wittek in der Aufstellung von Pflanzbeeten: „Die müssen zwar den Verkehr beruhigen, dürfen aber keine Zufahrten behindern.“ Solche Beete erfordern das Einverständnis der Anlieger.

Ende Oktober oder Anfang November soll es zu dieser Planung eine Anliegerversammlung geben. Mit dem Baubeginn rechnet Wittek im Mai 2020. Ende nächsten Jahres könnte das Baugebiet sein endgültiges Erscheinungsbild tragen. Die Kosten dafür sind mit dem Kauf der Grundstücke abgegolten. „Wenn es teurer wird, muss die Ortsgemeinde etwas drauflegen“, erklärte Ortsbürgermeister Willems.

Die attraktive Lage und Infrastruktur Pellingens lockt Bauwillige an. „Immer mehr Leute bemerken, dass es von uns aus nur fünf Minuten bis Trier ist. Wir streben eine gesunde Bewohnerzahl von 1300 bis 1400 Bürgern an“, sagt Ortschef Willems. Das stabilisiere die Kita und die Grundschule, weil sie bei dieser Größenordnung weder in ihrem Bestand gefährdet seien noch ausgebaut werden müssten.

Zwei Varianten von Südlich Lafeld, die aus einer Studie von vor zwei Jahren hervorgingen, hat Planer Edgar Mohsmann vom Waderner Büro Paulus & Partner dem Rat vorgestellt. Die Schwierigkeit: Das Gelände hat eine Neigung von bis zu 18 Grad, was jedoch die Bauherren wegen der schönen Aussicht freuen dürfte. „Variante I macht eine größere Geländemodellierung nötig“, warnte Mohsmann. Flacher ist die Variante II mit einem Wendehammer am Ende, für die sich die Ratsmitglieder einstimmig entschieden.

Gut 35 Bauparzellen können erschlossen werden, eine spätere Erweiterung nicht ausgeschlossen.

Der Aufstellungsbeschluss dazu soll den Rat in der nächsten Sitzung Mitte Oktober passieren. Im Frühjahr 2020 sollen der Bebauungsplan und damit auch die Zahl der Baustellen stehen. Danach rollen die Bagger. Der Ortsbürgermeister gibt das Ziel vor: „Wir hoffen, 2021 die ersten Baustellen verkaufen zu können.“

Mehr von Volksfreund