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Luxemburg: Kosten für Kondome, Pille & Co. sollen gratis werden

Schon ab Anfang 2023? : Verhütung soll in Luxemburg bald kostenlos sein

Schon länger ist es im Koalitionsvertrag verankert, bald wird es Realität: Luxemburgern werden künftig die Kosten für Verhütungsmittel erstattet. Ab wann und für welche Mittel das gelten wird.

Gute Nachrichten für die Bürger Luxemburgs: Für diese sollen die Kosten für Verhütungsmittel ab Anfang 2023 zu 100 Prozent von der Gesundheitskasse übernommen werden. Das teilen die Gesundheitsministerin Paulette Lenert und der Minister für soziale Sicherheit, Claude Haagen in einer Antwort auf eine parlamentarische Frage am Mittwoch mit.

Demnach sollen die Vorbereitungen für die Kostenrückerstattung im Herbst dieses Jahres vollendet werden können. Anfang nächsten Jahres könnte dann das Wirklichkeit werden, was bereits seit einiger Zeit im Koalitionsvertrag festgehalten ist. Laut der Antwort war das Projekt durch die Corona-Pandemie verzögert worden. Inzwischen habe es aber wieder an Fahrt aufgenommen.

Welche Verhütungsmittel in Luxemburg übernommen werden

Von der vollständigen Kostenübernahme eingeschlossen sein sollen Kondome für Männer und Frauen, Kupferspiralen, Diaphragmen, die Antibaby-Pille für Frauen, Verhütungskappen und hormonelle Notfallverhütung (oft als „Pille danach“ bezeichnet). Dazu sollen auch die Kosten für die Sterilisation der Frau und die Vasektomie des Mannes künftig übernommen werden – unabhängig von ihrer medizinischen Notwendigkeit. Generell soll die Kostenübernahme nicht an ein gewisses Alter gekoppelt sein.

Diese Neuerungen sind Bestandteil des Koalitionsprogramms 2018 bis 2023. Hierdurch wurde am 1. August 2018 die Altersgrenze für die Kostenrückerstattung von 25 Jahren auf 30 Jahre angehoben. Außerdem wurde beschlossen, dass die Kosten für eine Spirale, wie für andere Verhütungsmittel auch, zu 80 Prozent von der Gesundheitskasse rückerstattet werden müssen. Die neue Regel erweitert dies künftig.