Party vor, während und nach dem Rennen beim Vulkanbike-MTV-Marathon in Dau

Biker feiern : Party vor, während und nach dem Rennen beim Vulkanbike

Fast 2000 Mountainbiker feiern beim Vulkanbike mit den erstmals in Rheinland-Pfalz ausgerichteten Deutschen Meisterschaften im MTB-Marathon. Die Band Roxxbusters sorgt für einen stimmungsvollen Auftakt.

  Vor der Bühne war kaum Platz. Wie schon auf der Dauner Kirmes sorgte die Band Roxxbusters auch zum Auftakt des Vulkanbike-MTB-Marathons am Freitagabend für ein volles Festzelt und beste Stimmung in Daun. Nicht nur unter Radsportlern, sondern auch bei denen, die das vielleicht letzte Konzert der Gruppe in Dder Kreisstadt  – die Roxxbusters lösen sich zum Jahresende auf –  erleben wollten.

Der Aufgalopp hätte nicht stimmungsvoller sein können. Auch dank der neuen Kinderrennen für unter Siebenjährige. „Es war ganz toll zu sehen, mit welchem Engagement der Nachwuchs dabei ist“, freute sich Dauns Stadtbürgermeister Friedhelm Marder. Als einer der Jüngsten war der dreijährige Jonah Roselt mit dabei – noch ohne Pedale, auf seinem Laufrad. Das war auch erlaubt, so dass der jüngste Spross von Daniela und Dirk Roselt erstmals seinen älteren Brüdern nacheifern konnte. „Die Jungs fahren schon lange Rad“, erzählt Daniela Roselt. Die Familie aus Emmelshausen im Hunsrück war zum ersten Mal beim Vulkanbike, übernachtete im Wohnmobil in Manderscheid und war sich schon am Freitagabend sicher: Es ist eine schöne Veranstaltung.

Die kann nur mit vielen ehrenamtlichen Helfern organisiert werden. Mehr als 400 Menschen von Feuerwehren, Vereinen und sonstigen Organisationen waren im Einsatz. Auch als sich am Samstagmorgen ein unangenehmer Nieselregen über die Eifelhöhen legte, waren die Freiwilligen vor Ort. Zum Beispiel am ersten Verpflegungspunkt auf der Höhe bei Mehren. Vom Dach der Pavillons tropfte das Wasser. Das Thermometer zeigte gerade zehn Grad. Doch der Stimmung unter den guten ein Dutzend Helfern von Motorsport-Club (MSC) und THW Daun tat das keinen Abbruch. Ob Regen oder Sonne, der MSC ist „seit Anbeginn der Zeit dabei“, erzählte Hans-Josef Geisen schmunzelnd. Damit meinte er natürlich, dass die Dauner Motorsportler die Mountainbiker seit der Premiere des Vulkanbike 2001 unterstützen. Der Regen habe auch einen Vorteil, sagte seine Kollegin Nicole Firmenich: „Sonst kommen die Wespen.“ Gegen Nässe und Kälte könne man ja immerhin Winterschuhe und Handschuhe auch schon mal Anfang September auspacken.

Um 9.20 Uhr, als der Startschuss für die Deutschen Meisterschaft im Rahmen des Vulkanbike längst gefallen war, wurde der Verpflegungsstand aufgebaut. Die Teams haben so viel Routine, dass alles flott geht. „Wir haben am Freitagabend alles aufgeladen und sind heute Morgen mit vier Autos raus“, erklärte Andreas Stein vom THW den Ablauf. Tische und Pavillons standen dann vor Ort in Windeseile.

Für das MSC-Team fing allerdings anschließend die Arbeit erst so richtig an. „Wir haben 34 Personen an den Verpflegungsstationen im Einsatz“, erzählte Firmenich. „Wir schneiden die Bananen und Äpfel und machen die Kerne raus, damit die Fahrer nur noch reinbeißen müssen.“ Fahrradflaschen und Trinkbecher für den schnellen Schluck direkt an der Verpflegungsstation mussten gefüllt werden. Im Grunde eine angenehme Arbeit. Des Öfteren bedankten sich die Radfahrer trotz des Rennfiebers, erzählte MSC-Mitglied Horst Petry.

Die Coverband Roxxbusters sorgte am Freitagabend für einen stimmungsreichen Auftakt des Vulkanbike. Foto: Holger Teusch
Die Coverband Roxxbusters sorgte am Freitagabend für einen stimmungsreichen Auftakt des Vulkanbike. Foto: Holger Teusch
Wolkenverhangen, wie hier am Maarkreuz oberhalb des Schalkenmehrener Maars, präsentierte sich diesmal die Eifel beim Vulkanbike den Mountainbikern. Foto: Holger Teusch
Wie die Profis wurde auch der Nachwuchs beim Vulkanbike gebührend geehrt. Alle kamen auf die Bühne! Foto: Holger Teusch
Ohne die Hilfe der Freiwilligen Feuerwehren würde beim Vulkanbike beispielsweise bei den Straßenüberquerungen nicht viel gehen. Foto: Holger Teusch
Eine der eindrucksvollsten Streckenabschnitte des Vulkanbike ist der am Weinfelder Maar. Foto: Holger Teusch
Die Sportler freuen sich über eine große Auswahl an den Verpflegungsstellen, um damit abwechslungsreich ihre Energiedepots wieder auffüllen zu können. Foto: Holger Teusch
Die Sportler freuen sich über eine große Auswahl an den Verpflegungsstellen, um damit abwechslungsreich ihre Energiedepots wieder auffüllen zu können. Foto: Holger Teusch
Der Verpflegungsstand des MSC Daun auf den Höhen zwischen Daun und Mehren wurde rege angefahren. Foto: Holger Teusch
Der Verpflegungsstand des MSC Daun auf den Höhen zwischen Daun und Mehren wurde rege angefahren. Foto: Holger Teusch

Doch die Schnellsten beachteten die große Auswahl am rund zehn Meter langen Büfett mit Obst, Waffeln und Getränken, von Wasser, über isotonische Sportdrinks bis hin zu Cola, nicht. Nur keine Sekunde im Kampf um die Platzierungen verlieren, hieß deren Motto. Die Genussbiker, für die nicht der Sieg zählte, sondern die die Vulkaneifellandschaft erleben wollten und für die allein die Distanz oft schon Herausforderung ist, ließen sich Zeit, Energie- und Flüssigkeitsdepots aufzufüllen. Manch einer griff auch zum herzhaften Angebot, dass Cornelia Schwarz und Kassem Zoaiter aus Hillesheim mit Wurst, Käse und Brötchen bereit hielten. Selbst auf den Kuchen mussten die Sportler nicht erst bis zur Siegerehrungsparty warten. Auch den gab es bereits an der ersten Verpflegungsstation.

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