Laufkolumne Trierischer Volksfreund: Drei Mal auf den Mount Everest

Auf dem Laufenden : Laufkolumne: Drei Mal auf den Mount Everest

Wer regelmäßig Sport treibt, schaut in der Regel auch auf die Jahresbilanz. Das ist mitterweile einfach und bringt wichtige Erkenntnisse.

Soziale Netzwerke sind manchmal ein prima Sache. Heute früh hat mir mein Smartphone zum Beispiel zum ersten Foto gratuliert, auf dem ich vor acht Jahren im Fratzenbuch markiert worden bin. Das war bei einem Besuch bei den Lauffreunden in Schweich. Aber auch sonst sind die Taschencomputer in der Jacke oder die schnell vernetzte Multifunktionsuhr am Handgelenk für Läufer, Schwimmer und Triathleten keine schlechte Sache. Denn ohne großen Aufwand notieren sie alle wichtigen Daten der sportlichen Aktivitäten eines Jahres.

Musste früher das Trainingstagebuch noch mühsam von Hand geführt werden, erledigen Movescount, Strava, Runtastic oder andere Apps das mühelos, sofern das aufzeichnende Gerät genug Akkuleistung und Empfang hat. So kommt wieder mein Smartphone ins Spiel, das mich vor zwei Tagen aufgefordert hat, meine Bilanz des vergangenen Jahres abzurufen. Andernfalls würden die Daten bald verfallen.

Wer kann dem widerstehen? ... Nun ja, meine läuferische Bilanz war schon deutlich besser. Aber wer lange verletzt war, muss kleinere Brötchen backen, im übertragenen Sinn, versteht sich. Dennoch macht es ein wenig nachdenklich, wenn in einem Jahr mehr als 170 Stunden Sport aufgezeichnet werden. Das ist ganz schön viel Zeit. 1326 gelaufene Kilometer sind für einen ehemaligen Marathonläufer zwar kein Spitzenwert. Aber die 40 gelisteten Kilometer im Schwimmbecken machen mich doch Stolz. Die 116 gewanderten Kilometer bilden allerdings nicht die Realität ab, weil beim langsamen erkunden der Natur die Laufuhr oft Zuhause lag.

Aber es gibt neben der Zeit noch einen Wert, der über alle Sportdisziplinen ermittelt wird: Höhenmeter. Demnach war ich 2019 theoretisch mehr als dreimal auf dem Mount Everest. 29 696 Meter. Dass die Luft dabei dünn geworden ist, war nicht oft zu spüren. zumindest das soll so bleiben. Denn Bewegung muss vor allem Spaß machen. Danke Fratzenbuch, dass du mich auch daran erinnerst.

Foto: Rainer Neubert

laufen@volksfreund.de