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Dolphins Trier starten gegen Lahn-Dill in die Saison

Rollstuhl-Basketball : Dolphins: Ein Start mit einigen Fragezeichen

Spielen oder verschieben? In der Rollstuhlbasketball-Bundesliga wird der erste Spieltag am Samstag mit der Partie zwischen den Doneck Dolphins Trier und dem Titelanwärter Lahn-Dill eröffnet (15 Uhr). Zwar ohne Zuschauer in der Arena – aber für die Fans gibt es eine Lösung.

Die Vorfreude auf eine neue Saison war für alle Teams in der Rollstuhlbasketball-Bundesliga sicher schon mal größer als in diesem Jahr. Denn auch wenn die RBBL im Gegensatz zu reinen Amateurligen am Wochenende starten darf, so gibt es in diesen Viruszeiten doch einige Unwägbarkeiten. Nicht nur, weil sich die Liga selbst nicht ganz einig ist, ob der Spielbetrieb jetzt (und ohne Publikum) starten sollte: Schließlich gehören einige Spieler, insbesondere die „Lowpointer“ – also die mit einer stärkeren Beeinträchtigung – zur Risikogruppe.

Dolphins-Spielertrainer Dirk Passiwan spricht vor dem Saisonstart am Samstag gegen den RSV Lahn-Dill (15 Uhr, Arena, keine Zuschauer zugelassen) im TV über...

... den Saisonstart.

Am Donnerstag habe es noch ein RBBL-Meeting gegeben, sagt Passiwan. Ergebnis: Nicht alle Vereine sind restlos vom Saisonstart zum jetzigen Zeitpunkt überzeugt. „Zwei, drei Vereine wissen noch nicht genau, was sie machen werden. Aber wir starten am Samstag gegen Lahn-Dill und gehen davon aus, dass die Liga erst mal weiterläuft“, sagt Passiwan.

... die Vorbereitung.

„Wir konnten relativ gut trainieren, aber die Ungewissheit ist natürlich da. Man weiß nicht, wo man dran ist. Die Saison wurde ja bereits verschoben. Wir sind jedenfalls gut vorbereitet“, sagt Dirk Passiwan. Diana Dadzite fällt am Samstag noch aus. Unklar ist auch, ob Lukas Jung dabei sein wird.

... den ersten Gegner, den Rekordmeister RSV Lahn-Dill.

„Mit Lahn-Dill ist gleich die in diesem Jahr wohl stärkste Mannschaft zu Gast. Das wird eine schwere Aufgabe und wir sind Außenseiter“, sagt Dirk Passiwan. „Aber es ist ein guter Gegner, um reinzukommen.“

... regelmäßige Corona-Tests.

„Wir haben unsere Richtlinien und das Hygienekonzept, an das wir uns genau halten“, sagt Passiwan. „Da passt jeder automatisch sehr genau auf.“ Es gebe aber von der Liga keine vorgeschriebenen Tests.

 

... die Saisonziele

„Wir wollen unser System weiterentwickeln. Einige unserer jungen Spieler haben sich schon richtig gut entwickelt. Das ist der Weg, den wir einschlagen wollten. Patrick Dorner, Nathalie Ebertz und Valeska Finger haben leistungsmäßig noch mal einen Sprung gemacht“, sagt Passiwan: „Wir wollen im gesicherten Mittelfeld landen und schauen, wo es hingeht.“

... die Topteams der Liga

Wie in der Vergangenheit sind der RSV Lahn-Dill und die RSB Thuringia Bulls Titelfavoriten. „Aber  auch Hannover hat sich noch mal verstärkt. Dahinter gibt es ein Mittelfeld zum Beispiel mit Wiesbaden und Rahden, das sind gute Teams – da wollen wir uns auch einordnen.“

... die Neuzugänge bei den Dolphins – Dennis Nohl, Corin Depping und Zeljko Likic.

Dirk Passiwan: „Dennis ist ein Freund von mir, wir wollten mal zusammenspielen – und dadurch, dass Osnabrück erst im Januar wieder startet, ist er erstmal bei uns im Team. Er ist ein Riesen-Center, ein Super-Typ mit viel Erfahrung und gibt uns weitere Optionen.“ Nohl ist als Backup für Passiwan eingeplant. „Zeljko Likic haben wir auch für die Zukunft geholt. Er hat noch nicht auf diesem Level gespielt und muss noch einiges lernen – er ist eine Investion, um im Lowpointer-Bereich Optionen zu haben. Corin haben wir aus der zweiten Mannschaft hochgezogen.“ Er wisse, dass er nicht mit allzu viel RBBL-Spielzeit rechnen darf. „Corin ist gut fürs Team und verschafft uns eine größere Bank.“ Nicht mehr im Kader stehen Marc Reitenbach (private Gründe) und Frank Doesken, der seine Laufbahn beendet hat.

Der Dolphins-Kader:

#4 Lukas Jung (1,0 Klassifizierungspunkte), #5 Ryan Wright (2,0), #6 Nathalie Ebertz (4,5), #7 Correy Rossi (2,0), #9 Corin Depping (4,5), #10 Diana Dadzite (3,0), #11 Dirk Passiwan (4,5), #12 Zeljko Likic (1,5), #13 Valeska Finger (2,5), #14 Patrick Dorner (3,5), #15 Dennis Nohl (4,5) Cheftrainer: Dirk Passiwan, Co-Trainer: Andreas Ebertz