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Gesundheit: Solidaritätsbeweis sondergleichen

Gesundheit : Solidaritätsbeweis sondergleichen

Zum Beitrag „So nähen Sie sich Ihre eigene Maske“ (TV vom 2. April) schreibt Helga Briel:

Es ist eine großartige Idee, einen Maskenschnitt mit Anleitung im TV zu veröffentlichen. Herzlichen Dank hierfür. Das ganze Hickhack bezüglich Maskenpflicht – ja oder nein – regt mich inzwischen auf. Selbst Karl Lauterbach hat in der Talkshow bei Markus Lanz zugegeben, dass die Politik sich wohl deshalb mit einer Maskenpflicht zurückhält, weil man annimmt, dass dann das Kontingent für medizinisch Tätige geschmälert werden könnte. Man hat wohl vergessen, wie erfinderisch und kreativ das deutsche Volk ist, wenn es ums Überleben geht. Unsere Großeltern und Eltern haben uns das vorgemacht beziehungsweise vorgelebt nach der Devise „Wir packen das gemeinsam an“. Auch dafür sind wir dankbar. Für unsere Generation und die meisten unserer Nachkommen ist es selbstverständlich, dass man sich in Krisenzeiten solidarisch strikt an die gesetzlichen Regelungen hält. Zurückkommend auf die Maske: Es wird gesagt, dass sie den Träger nicht selbst schützt, sondern nur die gegenüberstehende Person, und zwar deshalb, weil die Maske einen Tröpfchenausstoß abschwächt. Wenn dann aber die gegenüberstehende Person ebenfalls eine Maske trägt, werden die Tröpfchen nochmals zielsicher abgeschwächt. Wenn auch kein hundertprozentiger Schutz gewährleistet ist: Eine Maske zu tragen erhöht das Sicherheitsgefühl, etwa beim Einkaufen. Die Idee von Stefanie Quint aus Osburg, für gefährdete Gruppen (Krankenhäuser, soziale Einrichtungen) Masken zu nähen, durch die drei im TV-Bericht genannten Firmen in Trier und Longuich verteilen zu lassen und um Mithilfe des Projektes zu bitten, ist ein Solidaritätsbeweis sondergleichen.

Dieser Idee schließe ich mich als Hobby-Schneiderin, die ihre Verwandten und Nachbarn bereits mit selbstgenähten Masken versorgt hat, gerne an.

Helga Briel, Trier